Kandidatin Katharina Jacob (Die Linke): "Wir zeigen Kante"

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Kandidatin Katharina Jacob in Portrait - Fotos: Carina Jirsch

LAUTERBACH Bürgermeisterwahl in der Kreisstadt

04.03.26 - Katharina Jacob (Die Linke) will Bürgermeisterin von Lauterbach (Vogelsbergkreis) werden: Seit 2002 lebt die 59-jährige Lehrerin der Waldorfschule Rudolf-Steiner-Schule Loheland (Kreis Fulda) in Lauterbach.

"Die Entscheidung, nach Lauterbach zu ziehen, habe ich nie bereut. Es ist eine tolle Stadt und ich bin gerne dort", sagt Jacob. Zur Politik gekommen ist sie nach den Protesten im Dannenröder Forst. Dort hat sie sich gegen die Rodung eingesetzt. "Ich liebe den Wald und dann wird er vor meinen Augen abgeschlachtet, wegen nichts", erklärt sie. Wegen ihres Engagements im Wald wurde sie gefragt, ob sie für die Linken für das Stadtparlament kandidieren will.

"Wir zeigen Kante."

"Dort habe ich gemerkt, wie viel Spaß Politik machen kann. Man wird gehört und kann sich einbringen", macht Katharina Jacob deutlich. Dass sie für die Linke Politik macht, ist für sie selbstverständlich. "Die Linken haben sich im Dannenröder Wald konsequent eingesetzt. Die Grünen haben den Wald einfach als Bauernopfer betrachtet, das geht nicht. Das hat mich von den Grünen entfernt", so Jacob. Und sie macht klar: "Wir zeigen Kante."

Die Entscheidung, zur Bürgermeisterwahl zu kandidieren, sei ihr nicht leicht gefallen. "Ich habe lange überlegt und mich gefragt, ob ich es mir zutraue. Aber ich habe dann gesagt, wenn ich es nicht mache, würde ich mich später darüber ärgern." Wichtig sei ihr, mehr Transparenz in Lauterbach zu schaffen. "Jeder Bürger muss uneingeschränkt Zugang zu Informationen bekommen. Die Bürger müssen sich aus erster Hand informieren können", betont sie.

Auch das Thema Wirtschaft liegt ihr am Herzen: "Wirtschaft darf nicht über dem Menschen stehen. Der Mensch ist nicht für das System da. Das System ist für uns da. Was nutzt eine Wirtschaft, an der sich nur Einzelne bereichern können", macht Jacob deutlich. Deshalb will die Bürgermeisterkandidatin auch etwas gegen Leerstände in Lauterbach tun und wünscht sich auch eine Mietpreisbremse. Auch die Förderung der heimischen Kultur will Jacob, wenn sie Bürgermeisterin ist, unterstützen. Gleiches gilt für den Umwelt-, Klima- und Artenschutz.

"Egal wie es ausgeht, wir schauen, dass wir einen anständigen Wahlkampf aufs Parkett legen und dass wir uns nichts vorwerfen müssen. Dann werden wir schauen, was rauskommt", so Jacob abschließend. (Moritz Pappert) +++

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Original auf osthessen-news.de