Brandschutz ist eine private Pflicht, die zu oft in Vergessenheit gerät!
philipp.gerhard
Es geht schneller als gedacht. Insbesondere in privaten Haushalten kommt es oft zu gefährlichen Bränden. - Archivfoto: O|N / Finn Rasner
REGION Prüfsiegel, Feuerlöscher, Rauchmelder
21.02.26 - Es kann sehr schnell gehen: Man achtet nicht auf die Pfanne am Herd, ein Akku überhitzt und schon entsteht im Eigenheim ein Brand, der große Schäden nach sich ziehen kann. Stefan Eckart, Brandschutz-Experte aus Hilders (Landkreis Fulda), klärt im Gespräch mit OSTHESSEN|NEWS auf, welche Pflichten man selbst als Privatperson hat und was in Hinsicht auf den Brandschutz besonders wichtig ist.
Rauchmelder müssen einmal jährlich vom Eigentümer auf die Funktionstüchtigkeit ...Symbolbild: Pixabay
Ein wichtiger Punkt, den viele Menschen missachten, ist das regelmäßige Prüfen von Feuerlöschern sowie Rauchmeldern in den eigenen vier Wänden. Feuerlöscher müssen alle zwei Jahre geprüft und gegebenenfalls ausgetauscht werden, Rauchmelder müssen sogar einmal jährlich vom Eigentümer auf die Funktionstüchtigkeit getestet werden. Doch im Optimalfall müssen genau diese Utensilien und Geräte gar nicht erst zum Einsatz kommen – das Stichwort ist hierbei: Prävention.
"Insbesondere Akkus können schnell zur Gefahr werden. Es muss dabei auch nicht immer ein riesiges Feuer sein, das einen großen Schaden anrichtet. Auch giftige Dämpfe, die bei der Verbrennung von Kunststoff entstehen, können noch eine ganze Weile später in den Räumen spürbar sein", erklärt Stefan Eckart. Aus diesem Grund sollten Elektrogeräte regelmäßig geprüft werden. Zudem sollte nicht immer zum günstigsten Produkt gegriffen werden – bei der eigenen Sicherheit sollte man schließlich nicht sparen.
Auch in Firmen ist Brandschutz ein wichtiger Punkt, der oft zu kurz kommt: "Eigentlich müssten fünf Prozent der Mitarbeiter in jedem Unternehmen eine Ausbildung als Brandschutzhelfer haben", so Eckart, der sich bewusst ist, dass das wohl bei einigen Firmen nicht der Fall ist. Zudem müssen in öffentlichen Gebäuden Brandschutztüren und Rauchabzüge installiert werden.
Abschließend zeigt sich: Brandschutz geht jeden an und beginnt im Alltag. Regelmäßige Kontrollen, achtsamer Umgang mit Technik und das Einhalten von Vorschriften können im Ernstfall Leben retten. Wer rechtzeitig vorbeugt, verhindert, dass aus einem kleinen Fehler ein großes Unglück wird. (pg) +++
Original auf osthessen-news.de