"Mich gibt"s nur mit Fußball" - Darius Giemza (41) übernimmt die SGB‑Damen

julia.schuchardt

02.03.26 - Wenn man dem Fuldaer Darius Giemza begegnet, dann spürt man sofort: Dieser Mann lebt Fußball. Der 41‑Jährige trägt den Sport nicht nur im Herzen - er ist ein fester Bestandteil seines Alltags, seiner Geschichte und seiner Identität. "Mich gibt’s eigentlich nur mit Fußball", verdeutlicht er und genau so wirkt Darius auch: bodenständig, leidenschaftlich, voller Energie und immer mit dem Ball in der Hand.

Seit Januar steht fest, dass Giemza die erste Damenmannschaft der SG Barockstadt Fulda‑Lehnerz übernimmt und damit in die Fußstapfen von Ex‑Coach Marcel Roßdeutscher tritt. Im OSTHESSEN|NEWS‑Sportgespräch plaudert er aus dem Nähkästchen und erzählt, was diesen Sport für ihn so einzigartig macht. Welche Ziele verfolgt er mit seinem neuen Team und wohin soll die Reise eigentlich gehen? Lesen Sie selbst!

Wenn Darius über sein Leben spricht, wird ganz schnell klar: Ohne Fußball geht es ...Fotos: Charlie Rolff

Seit Beginn mit dem Fußball verbunden: "Ich bin Feuer und Flamme"

Darius Giemza ist 41 Jahre alt, verheiratet und Vater von zwei fußballbegeisterten Jungs, die beide in Fulda-Sickels spielen. Wenn er über sein Leben spricht, wird ganz schnell klar: Ohne Sport geht es nicht. "Mich gibt’s nur mit Fußball - das ist ein riesiger Bestandteil meines Lebens", sagt er mit einem Schmunzeln im Gesicht. Seine Wurzeln liegen in Polen, doch seit der Ankunft in Deutschland begleitet ihn der Sport wie ein roter Faden. "Seitdem wir hier sind, bin ich dem Fußball verbunden - immer noch wie am ersten Tag Feuer und Flamme."

Sein Vater meldete ihn damals direkt im Verein in Horas an, um sprachliche Barrieren zu überwinden und soziale Kontakte zu knüpfen. "Das war unser erster Schritt ins Vereinsleben", erinnert sich der 41-Jährige zurück. Zunächst war er "das Anhängsel vom großen Bruder", später legte er eine Pause ein. Irgendwann fand er den Weg zurück in den Verein. "Da habe ich Blut geleckt. Es hat riesigen Spaß gemacht."

Seit Januar steht fest, dass Giemza die erste Damenmannschaft der SG Barockstadt Fulda‑Lehnerz ...

Die SGB-Frauen stehen aktuell auf dem siebten Tabellenplatz in der Hessenliga. ...

"Die Mädels haben super Charaktere, sind tolle Fußballerinnen, hören zu und setzen ...

Als Trainer sieht er sich als jemand, der mit Herzblut vorangeht. "Ich nehme das ernst. ...

Stationen, Erfahrungen und prägende Jahre

Seine Laufbahn führte ihn über Horas zur C‑Jugend nach Petersberg, später zu Borussia Fulda. Sogar eine Anfrage aus Duisburg für die U19 erreichte ihn. Dort kickte er zwei Jahre, in denen er viele Eindrücke sammelte und erstmals professionell arbeitete. Danach folgten Stationen beim SVA Bad Hersfeld und beim TSV Lehnerz, wo er zehn Jahre lang aktiv spielte. "Dadurch kam dann auch der Kontakt ins Trainerwesen", erzählt er im Gespräch mit O|N. Jugendteams in Lehnerz und bei Viktoria Fulda, später Co‑Trainer in Horas und schließlich Spielertrainer in Weyhers - Giemza hat definitiv viele Seiten des Amateurfußballs erlebt. Besonders prägend war die Zeit in Bimbach: "Ich konnte viel an mir arbeiten und habe viele Freunde gefunden."

Im OSTHESSEN|NEWS‑Sportgespräch plaudert er aus dem Nähkästchen und erzählt, ...Fotos (2): Erik Spiegel

Unvergessen bleiben für Darius - der privat übrigens Bayern München Fan ist - diese großen Momente: Meisterschaften, Relegationen, emotionale Spiele. "Das sind Bilder im Kopf, die für die Ewigkeit bleiben. Solche Dinge erreicht man nur gemeinsam." Fußball beschreibt er in drei Worten: emotional, sozial und ausgleichend. Und genau das spürt man, wenn er über seine Leidenschaft spricht. "Beim Fußball kann ich ich sein - das ist meine Me‑Time."

Nächster Step: Damenmannschaft der SGB weiter nach vorne bringen

Heute steht er vor einer neuen Herausforderung: dem Aufbau einer ambitionierten Damenmannschaft. Das erste Treffen im Dezember hat ihn überrascht. "Ich hätte nicht damit gerechnet, dass der Verein das Thema so ernst nimmt. Sie wollen langfristig guten Damenfußball bieten." Nach dem zweiten Gespräch war für ihn klar: Er ist dabei. Die Mannschaft hat ihm den Einstieg leicht gemacht.

"Die Mädels haben super Charaktere, sind tolle Fußballerinnen, hören zu und setzen um. Das ist mir extrem wichtig." Seit vier Wochen läuft das Training und Giemza ist ziemlich begeistert. Seine Ziele behält er zwar intern, doch er betont: "Wir arbeiten daran und ich bin guter Dinge, dass wir sie erreichen." Als Trainer sieht er sich als jemand, der mit Herzblut vorangeht. "Ich nehme das ernst. Akribische Arbeit, Fachkompetenz und Persönlichkeit - das braucht man, um eine Mannschaft mitzunehmen."

Starker Aufwind im Frauenfußball

Auch den Damenfußball in der Region sieht er positiv. Viele Vereine haben inzwischen richtig starke Mädels‑ und Frauenteams und es kommen immer mehr talentierte Spielerinnen nach. Besonders wichtig sei die Verbindung zu Barockstadt, damit ambitionierte Fußballerinnen nicht an Grenzen stoßen. "Da macht die Zusammenarbeit am meisten Sinn."

Drei Trainingseinheiten pro Woche, Saisonstart am 7. März, ein Heimspiel gegen den Tabellenführer TSG Lütter - Giemza freut sich auf die kommenden Wochen. "Wir wollen auf jeden Fall dagegenhalten", sagt er mit einem Lächeln im Gesicht. (Julia Schuchardt)+++

OSTHESSEN|NEWS-Sportgespräch - weitere Artikel
















































































































































































↓↓ alle 175 Artikel anzeigen ↓↓

Original auf osthessen-news.de