"Nicht ganz unverdienter Auswärtssieg": SG Barockstadt verliert gegen Mainz
nicolas.kraus
FULDA Stimmen nach dem Spiel
22.02.26 - Nach der 0:2-Niederlage der SG Barockstadt Fulda-Lehnerz gegen den TSV Schott Mainz fiel die Analyse beider Trainer ähnlich aus. Vor 950 Zuschauern in der Johannesau sah Gästecoach Thomas Schwarz einen glücklichen, aber "nicht ganz unverdienten" Auswärtssieg.
Gerade die Anfangsphase hatte es aus Sicht der Gäste in sich. Fulda habe in den ersten 20 Minuten eine klare Druckphase entwickelt, in der "es auch definitiv 2:0 oder 3:0 für Fulda stehen kann". Dass Schott Mainz diese Phase schadlos überstand, schrieb Schwarz vor allem seinem Torwart und der leidenschaftlichen Defensivarbeit zu. Das 1:0 resultierte schließlich aus einem Ballgewinn im hohen Pressing – "vorne draufbleiben, den Ball klauen".
Zur zweiten Halbzeit erklärte Schwarz taktische Anpassungen. Sein Team stellte auf ein 5-4-1 um, "wollten es wirklich noch enger halten". Fulda habe dennoch Wege gefunden, durchzubrechen und sich weitere Möglichkeiten erspielt. In der Schlussphase gelang es den Mainzern jedoch, für Entlastung zu sorgen, Bälle festzumachen und Fouls zu ziehen. Die Belohnung folgte per Standard zum 2:0. Fazit des Gästetrainers: "Alles in allem sehr glücklich, aber ich glaube nicht ganz unverdient."
Daniyel Cimen: "Zu einfache Gegentore"
Fulda-Trainer Daniyel Cimen gratulierte zunächst fair zum Sieg. Für seine Mannschaft sei das Spiel "maximal unglücklich verlaufen". Er betonte, dass die SG Barockstadt ordentlich ins Spiel gekommen sei und sich gute bis sehr gute Chancen erarbeitet habe. Ein Knackpunkt sei die Verletzung von Tim Korzuschek gewesen, der "ganz blöd auf die Schulter" gefallen sei und ins Krankenhaus musste. "Es sieht nicht gut aus", so Cimen.Das 0:1 habe ins Bild gepasst, erklärte der Fulda-Coach. Auch nach der Pause sei der Ausgleich möglich gewesen, doch die Chancenverwertung blieb das große Manko. Nach dem 0:2 kritisierte Cimen den Auftritt seiner Elf deutlich: "Da haben wir es dann wirklich überhaupt nicht mehr gut gemacht, wenig bis überhaupt gar keine Druckphase mehr aufgebaut." Gleichzeitig räumte er ein, dass Schott Mainz die Partie in dieser Phase mit viel Leidenschaft verteidigt und Konterchancen gehabt habe.
Auf Nachfrage konkretisierte Cimen die Ansatzpunkte. Offensiv müsse man die herausgespielten Möglichkeiten konsequenter nutzen: "In der Regionalliga kriegst du halt nicht so viele Möglichkeiten." Defensiv dürften "zu einfache Gegentore" nicht passieren. Zudem habe das 0:2 sichtbar Wirkung auf die Mannschaft gezeigt.
Beide Trainer waren sich letztlich einig: Fulda ließ zu viele Chancen liegen, Schott Mainz nutzte seine wenigen Gelegenheiten eiskalt - und nahm drei wichtige Punkte mit. (Nicolas Kraus)+++
Original auf osthessen-news.de