Hutzelfeuer der FKG lockt zahlreiche Besucher nach Almendorf
carla.ihle-becker
PETERSBERG 62. Hutzelprinz gekürt
23.02.26 - Mit dem traditionellen Hutzelfeuer hat die Fuldaer Karnevals‑Gesellschaft (FKG) am Sonntag die Fastnachtskampagne offiziell beendet. Zahlreiche Gäste waren dabei, als der frisch gekürte 62. Hutzelprinz Michael Halbig bei Einbruch der Dunkelheit das große Feuer der Kirmesgesellschaft Haunedorf entzündete.
Bereits am Nachmittag trafen sich die Ex‑Hutzelprinzessinnen und Ex‑Hutzelprinzen der FKG gemeinsam mit Aktiven, Freunden und Gästen im Gasthof Haunetal in Steinhaus zum traditionellen Hutzelcafé. Bei Kaffee und Kuchen wurde die 61. Hutzelprinzessin Ulrike Hampel feierlich verabschiedet. Ihre Amtszeit endete an diesem Tag – und sie übergab Mantel, Kappe und Kette sichtlich bewegt zurück an die Gesellschaft.
Mit Suchaktion und "Hutzelprinzensuchmaschine" zum neuen Amtsinhaber
Für Spannung sorgte die neue Hutzelprinzenpräsidentin Ilona Hiersch: Mit einer humorvollen Suchaktion unter den Anwesenden begann sie die Suche nach dem neuen Hutzelprinzen oder einer Hutzelprinzessin. Im Mittelpunkt stand eine eigens dafür eingesetzte "Hutzelprinzensuchmaschine", die schließlich ihre Wahl traf.Die Maschine "entschied" sich für Michael Halbig, der sich spontan bereit erklärte, das Amt zu übernehmen. Halbig ist seit der Kampagne 1997/98 bei den Fastnachtssängern aktiv. Dort ist er der Tenor für die Töne "bis zum hohen C", wie es anerkennend heißt. Seine samtweiche Stimme sei bekannt dafür, Zuhörer zu verzaubern.
Alle Anwesenden gratulierten dem neuen Hutzelprinz herzlich und erhielten aus seinen Händen den frisch gestalteten Orden.
"Es ist eine Ehre – und eine schöne Tradition"
Im Gespräch mit OSTHESSEN|NEWS beschrieb der neue Hutzelprinz seine Sicht auf das Amt. "Das Hutzelfeuer ist hier im Land allgemein bekannt. Es ist ein Brauch, um den Winter auszutreiben – und die Fuldaer Karnevals‑Gesellschaft pflegt diese Tradition seit vielen Jahren. Für mich als Mitglied der FKG‑Familie und Fastnachtssänger ist es eine große Ehre, gefragt worden zu sein."Seine Familie habe ihn bei den Vorbereitungen tatkräftig unterstützt. "Man braucht ja einen Orden, ein Lied oder einen Vortrag – und ein paar Kleinigkeiten zum Verteilen wie Liköre, Magenbitter oder Schokolade. Das mögen die Hutzelfans einfach."
Hutzelfeuer als Abschluss der Foaset
Auf die Frage, welche Bedeutung das Hutzelfeuer heute habe, sagte Halbig: "Das Hutzelfeuer hat zwei Bedeutungen: Es treibt den Winter aus – und es markiert das Ende der Fastnacht." Dass die FKG diese Tradition begleitet, sei historisch gewachsen. Zur Gestaltung seines Ordens erklärte Halbig: "Ich wollte einen Orden, der sich ein wenig an die Fuldaer Orden anlehnt. Nicht zu nah dran, aber so, dass man die Verbindung sieht."Musikalische Unterstützung und feuriger Abschluss
Für den musikalischen Rahmen im Gasthof sorgte Uwe Kostler, Musicus der Hutzelprinzen. Er begleitete die Beiträge stimmungsvoll und unterhielt die Gäste mit heiteren Weisen.Mit Einbruch der Dunkelheit führte schließlich der gemeinsame Weg nach Almendorf. Dort entzündete der neue Hutzelprinz Michael Halbig das große Hutzelfeuer der Kirmesgesellschaft Haunedorf – begleitet von vielen Zuschauern, Funkenflug und einer warmen, geselligen Atmosphäre.
Mit den auflodernden Flammen verabschiedete die Region symbolisch den Winter und zugleich die Kampagne 2025/26 – ein traditioneller und stimmungsvoller Abschluss der heimischen Foaset. (Moritz Bindewald) +++
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Original auf osthessen-news.de