Vier Jahre Angriffskrieg: Europa steht erschüttert, Millionen Menschen leiden
c.von-butler
Militärische Präsenz in Konfliktgebieten in der Ukraine macht die Bedrohung für Frieden und Sicherheit sichtbar - Foto: wikimedia/Ministry of Defense of Ukraine
KOMMENTAR Kinder, Familien, Träume zerstört
24.02.26 - Am 24. Februar jährt sich der Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine. Ein Krieg, der unvorstellbares Leid über Millionen Menschen bringt und die Friedensordnung Europas erschüttert. Zerstörte Städte stehen als Mahnmale zerstörter Infrastruktur, und unzählige Familien trauern um Gefallene und Vermisste. Hinter den Zahlen von Hunderttausenden Opfern stecken Schicksale, die wir uns kaum vorstellen können: Kinder, die nie wieder in die Schule gehen, Familien, die ihre Heimat verloren haben, Menschen, die auf der Flucht um ihr Leben rennen. Es ist ein Krieg, der nicht nur die Ukraine, sondern die Werte Europas auf die Probe stellt.
Hessen hat in diesen vier Kriegsjahren einen deutlichen Beitrag geleistet. Über 100.000 geflüchtete Ukrainer fanden Zuflucht in unseren Städten und Gemeinden. Schulen und Kindergärten wurden geöffnet, um den Kindern ein Stück Normalität zurückzugeben. Zudem plant Hessen nun eine offizielle Regionalpartnerschaft mit der ukrainischen Oblast Kiew.
Ziel ist es, die Zusammenarbeit zu institutionalisieren, langfristige Hilfe zu leisten und auch wirtschaftliche, kulturelle sowie bildungspolitische Austausche zu ermöglichen.
Europa muss zusammenrücken
Europaminister Manfred Pentz (CDU) erklärt gegenüber OSTHESSEN|NEWS: "Solidarität ist für uns mehr als ein Lippenbekenntnis. Wir werden unsere Unterstützung institutionalisieren." Der Minister fügt hinzu: "Mit der Regionalpartnerschaft wollen wir ein klares Zeichen setzen, dass wir den EU-Beitritt der Ukraine unterstützen."Europaminister Manfred Pentz (CDU): Zuständig für internationale Partnerschaften. ...Archivfoto: O|N / Carina Jirsch
Boris Rhein (CDU): Ministerpräsident von Hessen und politische Stimme für europäische ...Archivfoto: O|N / Martin Engel
Die politische Dimension ist unübersehbar. Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) erinnert: "Wir gedenken der Opfer dieses schrecklichen Krieges und bekräftigen, dass Hessen, Deutschland und Europa fest an der Seite der Ukrainerinnen und Ukrainer stehen." Dieses Zitat zeigt, wie verletzlich unsere europäische Friedensordnung ist. Rhein macht deutlich: "An eigener militärischer Stärke führt kein Weg vorbei."
Europa steht vor der Wahl: Handeln wir, um unsere Freiheit zu sichern, oder überlassen wir unser Schicksal anderen.
Freiheit und Demokratie sind keine Selbstverständlichkeiten
Hinter diesen Worten stehen Menschen, die ihr Zuhause verloren haben, Familien, die trauern, Kinder, die nie wieder unbeschwert spielen können. Dieses Leid muss uns wachhalten. Freiheit und Demokratie sind keine Selbstverständlichkeiten - sie erfordern Entschlossenheit, Solidarität und Mut. Wer den Krieg nur als ferne Nachricht betrachtet, vergisst die Realität hinter den Schlagzeilen: tägliches Überleben, Verlust, Angst. Genau deshalb müssen wir hinschauen, uns erinnern und handeln.CDU-Landtagsfraktion bekräftigt Haltung zur Ukraine
Die CDU-Landtagsfraktion in Hessen unterstreicht diesen Standpunkt mit klaren Worten. Vorsitzende Ines Claus (CDU) betont: "Seit vier Jahren führt Russland einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Dieser Krieg hat unermessliches Leid gebracht: Gefallene Soldatinnen und Soldaten, getötete Zivilisten, zerstörte Städte und Millionen Vertriebene." Claus fügt hinzu: "Wir stehen solidarisch an der Seite des ukrainischen Volkes und werden alles daransetzen, unsere europäische Freiheit entschlossen zu verteidigen."Unübersehbare Folgen des Krieges: Millionen Flüchtlinge und Tausende Tote
Die Folgen dieses Krieges sind unübersehbar. Millionen Binnenflüchtlinge, Hunderttausende Verletzte und über Zehntausend zivile Todesopfer - Zahlen, die wir nicht nur als Statistik sehen dürfen. Jeder Mensch dahinter hat ein Leben, eine Familie, Träume, die zerstört wurden.Spuren des Krieges im Alltag zeigen, wie sehr das Leben der Menschen beeinträchtigt ...Foto: wikimedia/Ministry of Defense of Ukraine
Die Ukraine verteidigt ihr Land mit unglaublichem Mut gegen einen übermächtigen Gegner, während wir in Europa oft nur zuschauen können. Doch unsere Unterstützung, sei es durch Aufnahme, Versorgung oder humanitäre Hilfen, ist mehr als symbolisch - sie ist ein Zeichen, dass Europa Solidarität lebt.
Heute, vier Jahre nach dem Überfall, bleibt die Frage: Wie lange noch wird dieser Krieg die Menschen quälen? Und wie viel Leid muss noch ertragen werden, bis Frieden und Freiheit wieder spürbar werden? Persönlich empfinden viele Menschen Demut und Wut zugleich. Demut vor dem Mut der Menschen in der Ukraine, die trotz allem weiterkämpfen. Wut über einen Krieg, der so viel zerstört hat. Wir dürfen nicht wegschauen. Wir müssen die Schreie aus der Ukraine hören, uns erinnern und handeln - solidarisch, entschlossen, menschlich. (Constantin von Butler) +++
Original auf osthessen-news.de