Zwölf erwachsene Taufbewerber im Bistum Fulda zugelassen

mathias.schmidt

Im Bistum Fulda sind Kirchenaustritte zwar keine Seltenheit mehr, dennoch entscheiden sich weiterhin Menschen bewusst für den Eintritt in die katholische Kirche. - Fotos: Bistum Fulda

FULDA Lichtblicke im Kirchenaustrittstrend

24.02.26 - Im Bistum Fulda sind Kirchenaustritte zwar keine Seltenheit mehr, dennoch entscheiden sich weiterhin Menschen bewusst für den Eintritt in die katholische Kirche. Am ersten Fastensonntag wurden in der Michaelskirche Fulda zwölf jugendliche und erwachsene Taufbewerberinnen und Taufbewerber aus verschiedenen Orten von Weihbischof Karlheinz Diez feierlich zur Taufe zugelassen.

Voraussetzung für die Zulassung war ein längerer Vorbereitungsprozess, damit die Kandidaten in der bevorstehenden Osterzeit die Taufe empfangen können. Diez begrüßte die angehenden Katholiken und dankte Gott dafür, dass er ihre Wege zu dieser Entscheidung gelenkt habe. Einige der Katechumenen – so die kirchliche Bezeichnung für Taufbewerber – wurden von ihren Pfarrern mit ihren Sendschreiben vorgestellt.

Am ersten Fastensonntag wurden in der Michaelskirche Fulda zwölf jugendliche und ...

Unter den Bewerbern befand sich unter anderem ein Elternpaar syrisch-kurdischer Herkunft, das durch Arbeitskollegen und Freunde zum christlichen Glauben gefunden hatte und sich gemeinsam mit seinen neun und zwölf Jahre alten Kindern taufen lassen möchte. Ebenfalls vorgestellt wurde die 15-jährige Luna aus Frankfurt, die aus einem religionsoffenen Elternhaus stammt, auf dem Weg zum Abitur ist und auf der Suche nach dem Sinn des Lebens zu ihrem Taufwunsch fand.

Die Altersspanne der Taufbewerber reicht von 15 bis 51 Jahren. Die Hälfte stammt aus Deutschland, weitere kommen aus Kamerun, Mexiko, Syrien und der Türkei. Das erläuterte Markus Günther, Pfarrer im Pastoralverbund Hessisches Kegelspiel und Diözesanbeauftragter für den Erwachsenenkatechumenat. Für die musikalische Gestaltung der Feier sorgte die Worship-Band "Herzenssache" aus seinem Pastoralverbund, an der Orgel begleitete Domorganist Max Deisenroth.

Vor dem Ritus der Zulassung stellten sich die Taufbewerber mit ihren Paten in der Rotunde der Kirche auf. Weihbischof Diez fragte sie, ob sie bereit seien, die Sakramente der Taufe, Firmung und Eucharistie zu empfangen. Nachdem alle zwölf ihre Bereitschaft erklärt hatten, wurde ihnen offiziell die Aufnahme in die Gemeinschaft der Kirche in Aussicht gestellt. Mit einem Segensgebet wurden sie in die weitere Vorbereitungszeit auf das Osterfest entlassen. Anschließend fand ein Empfang im Foyer des Generalvikariats statt. (ms/pm) +++


Original auf osthessen-news.de