Emotionaler Startschuss am Aschenberg - Strube: "Ein Ort der Begegnung"

julia.schuchardt

FULDA Tafel schlägt neues Kapitel auf

25.02.26 - Nächstenliebe, Miteinander, Zusammenhalt und Menschlichkeit: Genau so kann man die Tafel eigentlich ganz gut beschreiben. Doch sie ist so viel mehr als das. Denn hinter ihr stecken viele ehrenamtliche Frauen und Männer, die sich für Bedürftige einsetzen. Sie sind da, wenn es darauf ankommt - sie schauen hin und lassen niemanden hungrig zurück. Die Tafel ist ein wesentlicher Bestandteil für unsere Gesellschaft, ein Ort der Begegnung und heutzutage gar nicht mehr wirklich wegzudenken.

Das gilt auch für die Domstadt: Am Dienstagabend wurde der neue Standort der Fuldaer Tafel am Aschenbergplatz 16 feierlich eröffnet. Obwohl dort bereits seit Anfang Dezember vergangenen Jahres Lebensmittel ausgegeben werden, erhielt die Einrichtung nun im Rahmen einer offiziellen Feier ihren endgültigen Startschuss.

Die Tafel Fulda feierte große Einweihung am Aschenberg. Fotos: Martin Engel

Etliche Unterstützer und Gönner waren am Dienstagabend gekommen.

Erster Vorsitzender der Tafel, Stefan Schunck.

Staatssekretärin Manuela Strube mit OB Dr. Heiko Wingenfeld und Bürgermeister ...

Die Tafel befindet sich am Aschenbergplatz 16.

OSTHESSEN|NEWS-Geschäftsführer Hendrik Urbin.

Schunck: "Ohne die Unterstützer wären wir nicht hier"

Bei der feierlichen Eröffnung der neuen Räumlichkeiten zeigte sich Stefan Schunck, Erster Vorsitzender der Tafel Fulda, sichtlich bewegt. "Wir sind happy, dass wir heute hier sind", betonte er direkt zu Beginn seiner Rede und machte deutlich, wem dieser Schritt zu verdanken sei: "Ohne die Unterstützer wären wir nicht hier. Ihre Unternehmen haben großen Anteil daran, dass wir das stemmen konnten." Schunck richtete seine Wertschätzung anschließend an die Stadt und ihre Vertreter - vor Ort waren etwa Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld mit Bürgermeister Dag Wehner (CDU) und auch Hessens Staatssekretärin Manuela Strube (SPD) ließ sich diese besondere Veranstaltung nicht entgehen.

Die Gäste lauschten gespannt den Redebeiträgen.

20 Jahre lang war die Tafel in der Fuldaer Weserstraße beheimatet. Doch die Zahl der bedürftigen Kunden sei stetig gestiegen, die Lagerfläche knapp geworden. "Für die Tafel war es nicht einfach, aber es war eine gute Entscheidung, umzuziehen", erklärte Schunck weiter. An der grundlegenden Aufgabe habe sich trotz des Umzugs auf den Aschenberg nichts verändert. Weiterhin heißt es nämlich: "Lebensmittel retten und an Bedürftige verteilen." Dafür sei man auf die Unterstützung von Supermärkten, Bäckereien und Großhändlern angewiesen.

Ohne Ehrenamt geht nix!

1.800 Kunden in 650 Bedarfsgemeinschaften: Die Tafel hat so einiges zu stemmen. Seit Dezember ist der Betrieb am Aschenberg am Laufen und bisher sind die Menschen ziemlich zufrieden. Zu verdanken ist das in erster Linie den rund 130 Ehrenamtlichen vor Ort. "Ohne sie könnten wir schließen", brachte es der Erste Vorsitzende auf den Punkt. Trotz höherer Kosten durch die größere Fläche sei man zuversichtlich, diese Herausforderung erfolgreich zu meistern.

Ulrike Schäfer, Tagesverantwortung bei der Fuldaer Tafel.

Maja Weise-Georg, Vorstand der Tafel Hessen.

Auch eine kirchliche Segnung durfte nicht fehlen.

"Ein Zeichen für Solidarität, Nächstenliebe und ein starkes Miteinander"

Hessens Staatssekretärin Manuela Strube (SPD) zeigte sich mehr als beeindruckt: "Ich bin begeistert, dass ich so tolle Räumlichkeiten vorfinde." Die Einrichtung sei "einer der größten Tafeln in Hessen" und ein "Ort der Begegnung". Oberbürgermeister Wingenfeld (CDU) erinnerte in seiner Ansprache an die Ursprünge der Tafel und dankte allen, die dazu beigetragen haben, die Organisation zu etwas ganz Besonderem zu machen. Beeindruckend sei vor allem, "wie viele Menschen sich ehrenamtlich engagieren". Bürgermeister Dag Wehner (CDU) hob die gesellschaftliche Bedeutung hervor: "Es geht darum, dass die Tafel ein Zeichen für Solidarität, Nächstenliebe und ein starkes Miteinander setzt."

Auch Maja Weise-Georg, Vorstand der Tafel Hessen, würdigte die Arbeit der Fuldaer Tafel: "Ein guter Tag und ein besonderer Moment. Ich fühle mich in Fulda immer sehr wohl. Was hier entstanden ist, ist fast einzigartig in Hessen." Tafeln bräuchten Unterstützung und echte Wertschätzung - und der neue Standort sei genau das und noch so viel mehr.

Nach den Grußworten war es an der Zeit für eine kirchliche Segnung - im Anschluss konnten sich die Gäste noch einmal genauer umsehen oder miteinander ins Gespräch kommen. (js)+++

Christoph Schwab, Vorstandsvorsitzender des DRK Kreisverbands Fulda e.V. (Mitte). ...

OB Dr. Heiko Wingenfeld.

Gründungsmitglied Heinz Steege.


Original auf osthessen-news.de