Sonja Rahm (Freie Wähler) will Landrätin in Rhön-Grabfeld werden
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"Zuhören. Entscheiden. Gestalten", das Motto der Landratamtskandidatin Sonja Rahm. - Foto: Bilderschmiede Schneider
SCHÖNAU "Zuhören. Entscheiden. Gestalten."
03.03.26 - "Zuhören. Entscheiden. Gestalten." - mit diesem Dreiklang beschreibt die 48-jährige Kommunalpolitikerin ihren Anspruch im Wahlkampf um das Landratsamt im Landkreis Rhön-Grabfeld. Die amtierende Erste Bürgermeisterin von Schönau a. d. Brend bringt nicht nur langjährige Verwaltungserfahrung mit, sondern auch einen vielseitigen beruflichen Hintergrund.
Geboren am 7. September 1977, absolvierte sie zunächst ein Gesangstudium an der Hochschule für Musik und Theater "Felix Mendelssohn Bartholdy" Leipzig. Später folgte die Ausbildung zur Rechtsanwaltsfachangestellten. Kreativität, Auftrittssicherheit und Kommunikationsstärke verbindet sie dadurch mit strukturiertem Arbeiten und juristischen Kenntnissen. Seit dem 1. Mai 2020 steht sie als Erste Bürgermeisterin an der Spitze ihrer Gemeinde. Parallel engagiert sie sich als Kreisrätin und arbeitet im Kreisausschuss sowie im Ausschuss für Wirtschaft, Verkehr, Kultur und Tourismus mit.
Warum sie Landrätin werden will
Ihre Motivation für die Kandidatur formuliert sie klar: "Ich bin die richtige Mischung aus Herzlichkeit und Kompetenz. Mit meiner offenen, kreativen Art kann ich gut Menschen motivieren und habe auch als Erste Bürgermeisterin bisher alle Herausforderungen meistern können." Diese Erfahrungen wolle sie nun auf Landkreisebene einbringen, um gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern "eine gute Zukunft für alle Generationen zu gestalten".Im Landratsamt kündigt sie einen dialogorientierten Führungsstil an. "Ich werde zuhören - Bürgern sowie Mitarbeitern. Probleme werden gemeinsam gelöst und bei Entscheidungen alle mit ins Boot geholt." Besonders wichtig sei ihr eine wertschätzende Kommunikation mit den Städten und Gemeinden. Gleichzeitig sieht sie Optimierungsbedarf innerhalb der Behörde, etwa bei Strukturen und Abläufen.
Inhaltlich setzt die Kandidatin mehrere Schwerpunkte. An erster Stelle steht für sie die wirtschaftliche Entwicklung des Landkreises. Start-ups und Neuansiedlungen sollen gezielt unterstützt, Fördermöglichkeiten besser genutzt werden. Damit verbunden sei das Thema Fachkräftesicherung. Kontakte zu Studierenden, Anreize für Rückkehrerinnen und Rückkehrer sowie Projekte zwischen Schulen und Unternehmen sollen junge Menschen stärker an die Region binden.
Auch die Zusammenarbeit mit den Kommunen nimmt eine zentrale Rolle ein. Die faire Festlegung der Kreisumlage sei für sie ein Kernanliegen. "Wir verstehen uns als kommunale Familie. Augenhöhe und Vertrauen sind entscheidend." Gemeinsame Strukturen und interkommunale Kooperationen könnten aus ihrer Sicht Synergien schaffen und Verwaltungen entlasten.
Ortskerne stärken, Leerstände reduzieren
Ein weiteres Ziel ist die Stärkung der Ortskerne. Innenentwicklung, Leerstandsmanagement und die Begrenzung zusätzlicher Flächenversiegelung nennt sie als wichtige Bausteine. Deutliche Worte findet sie zudem beim Thema Mobilität: "Der ÖPNV muss im Landkreis wieder funktionieren. Das Angebot soll bedarfsgerecht, gut frequentiert und finanzierbar sein."Als persönliche Stärke sieht sie ihr breites Erfahrungsspektrum. Neben der kommunalen Führungserfahrung verweist sie auf Kenntnisse im Verwaltungs- und Baurecht. Darüber hinaus engagiert sie sich in Landwirtschaft, Kultur und Sozialem. Diese Vielseitigkeit, so die Kandidatin, helfe ihr, unterschiedliche Perspektiven zusammenzuführen. "Ich kann Menschen motivieren und Projekte strukturiert umsetzen."
Den Landkreis Rhön-Grabfeld beschreibt sie als Region mit hoher Lebensqualität, geprägt von Natur, wirtschaftlicher Vielfalt und starkem Ehrenamt. Das Biosphärenreservat Rhön, gewachsene Vereinsstrukturen und ein ausgeprägtes gesellschaftliches Engagement seien besondere Stärken der Region.
Botschaft an Frauen in der Politik
Im Falle eines Wahlsiegs wolle sie zunächst Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Bürgermeister sowie den Kreistag persönlich kennenlernen. Ziel sei eine stabile Vertrauens- und Verständigungsbasis. Abschließend setzt sie ein bewusstes Signal: "Ich möchte Frauen ermutigen, für politische Ämter zu kandidieren." Gemischte Teams seien entscheidend für gute Entscheidungen und erfolgreiche Projektarbeit. (Nicolas Kraus)+++Original auf osthessen-news.de