Der Frühling naht, Skilifte ziehen Bilanz: So lief die Winter-Saison

philipp.gerhard

Die Rhön blickt auf durchwachsene, aber erfolgreiche Wintersportmonate zurück – die Bilanz ziehen die Skiliftbetreiber. - Archivfoto: O|N/ Carina Jirsch

REGION Gute Auslastung in der Rhön

26.02.26 - Mit dem Ende der olympischen Winterspiele in Mailand neigt sich auch die Wintersportsaison in der Region dem Ende zu. Es war ein Winter mit Höhen, Tiefen und wechselhaftem Wetter, das in den Tälern vielerorts in Schneechaos endete. Für die Betreiber der Lifte bot sich vor allem nach fehlendem Schnee in der Weihnachtszeit ein wahres Wunder in den ersten Wochen des Jahres.

Die regionalen Skiliftbetreiber hatten aufgrund durchwachsener Wetterverhältnisse des Öfteren zu kämpfen – zu milde Temperaturen ließen oft keine künstliche Beschneiung zu. Dennoch ist die Bilanz für die vergangene Saison positiv.

Die Ski- und Rodelarena auf der Wasserkuppe ist auch überregional gesehen eine beliebte ...Archivfotos (2): O|N/ Rene Kunze

Der Lift am Zuckerfeld ist schon lange eine etablierte Größe im regionalen Wintersport ...

O|N testete die Pistenverhältnisse auf dem Kreuzberg persönlich. Archivfoto: O|N/ Carina Jirsch

Großer Andrang bei geöffneten Skiliften

Skiliftbetreiber Florian Heitmann Archivfoto: O|N/ Carina Jirsch

Auf dem höchsten Berg der Rhön, der Wasserkuppe, läuft der Liftbetrieb zurzeit noch, wie Betreiber Florian Heitmann gegenüber OSTHESSEN|NEWS mitteilte. "Die Weihnachtszeit konnten wir leider nicht mitnehmen, ab Januar konnten wir aber fast durchgängig die Lifte betreiben und kommen stand jetzt auf 54 Betriebstage – zwei Regentage ließen den Betrieb allerdings nicht zu". In der Vergangenheit verzeichneten die Lifte der Ski- und Rodelarena im Schnitt 60 Lifttage. Dieser Trend setzt sich auch in diesem Jahr fort. "Wir sind sehr zufrieden mit der Saison", heißt es weiterhin seitens Heitmann.

Betreiber des Zuckerfeld-Lifts, Harald Jörges Archivfotos (2): O|N/ Rene Kunze

Auch auf dem Zuckerfeld-Skilift war in diesem Jahr wieder einiges los – 35 Betriebstage konnte Liftbetreiber Harald Jörges in dieser Saison verzeichnen. "Normalerweise ist das Ziel in jeder Saison 40 Tage. An den Tagen, an denen wir aber geöffnet hatten, war die Auslastung immer sehr hoch und damit kann man auf jeden Fall zufrieden sein", so Jörges. Auch wenn der Frühling naht, ist die Saison nie wirklich vorbei "Wenn nochmal genügend Schnee kommt, machen wir wieder auf – auch wenn es im August ist", scherzte der Betreiber des Zuckerfeld-Lifts.

Justin Fuß blickt auf eine erfolgreiche Saison zurück Archivfotos (2): O|N/ Carina Jirsch

Ein Lift, der im vergangenen Jahr überhaupt nicht geöffnet hatte und in den Jahren zuvor nur um die fünf Lifttage pro Saison hatte, blickt besonders positiv auf die Saison zurück: Das Wintersportzentrum am Kreuzberg verzeichnete 16 Lifttage. "Natürlich hätte die Saison länger sein können, aber sie lief für uns sehr gut", so Betriebsleiter Justin Fuß, der in der nächsten Saison erneut auf so gute oder sogar noch bessere Zahlen hofft.

Alles in allem lässt sich also sagen: Skifans und Betreiber haben der durchwachsenen Wintersaison getrotzt und dafür gesorgt, dass der Wintersport in der Region weiterlebt, auch wenn die Zahlen jetzt anfangen, zu stagnieren. Jetzt bahnt sich mit Frühblühern und zurückkehrenden Vögeln der Frühling an, der Hobbysportler von der Piste vielleicht zurück auf den Fahrradsattel oder in die Laufschuhe holt. (pg)+++


Original auf osthessen-news.de