Kleines Heilbad, große Anziehungskraft: Kurort setzt Landestrend
emely.schroen
BAD SALZSCHLIRF Über 214.000 Übernachtungen
26.02.26 - Gute Nachrichten: Der Kurort Bad Salzschlirf (Landkreis Fulda) kann in 2025 die Zahl der Übernachtungen steigern und liegt somit im Gegentrend zu den leicht sinkenden Übernachtungszahlen beim Hessentourismus.
Seit 1838 ist der kleine Ort im Westen des Landkreises anerkanntes Heilbad. Unter anderem mit dem bekanntesten Gichtbrunnen Europas zog der 3.600 Einwohnerort viele Jahre Gäste aus Nah und Fern in den beschaulichen Kurort. Die goldenen Zeiten der Kur sind mittlerweile vorüber und wie jeder andere Ort, kämpft das Heilbad um Übernachtungszahlen, Geschäfte und Angebote vor Ort.
In 2025 konnte der Kurort seit Corona erstmals wieder die 200.000er Marke bei den Übernachtungszahlen weit übertreffen. Insgesamt bedeutet dies ein Plus von 13,2 % bei den Ankünften und ein Zugewinn von 9,3 % bei den Übernachtungszahlen. Mit 214.090 Übernachtungen steht Bad Salzschlirf auf Platz 2 im Landkreis – nach der Stadt Fulda.
"Ein Teil dieses signifikanten Zuwachses ist darauf zurückzuführen, dass in 2025 erstmals über das gesamte Jahr hinweg auch die beruflich bedingten Übernachtungen erfasst wurden. Im Juli 2024 führte die Gemeinde die Erweiterung der Kurtaxe für berufliche Übernachtungen ein. Seitdem zahlen diese den halben Tagessatz.", erklärt die Kurdirektorin Wenke Selke.
"Uns ist es ein großes Anliegen, möglichst viele Gäste anzuziehen und ihnen den Aufenthalt so schön wie möglich zu machen. Wie den meisten bekannt ist, gibt unser Budget oft nicht so viel her, wie wir gerne möchten. Nichtsdestotrotz versuchen mein Team und ich jedoch, die vorhandenen Mittel bestmöglich einzusetzen und unseren schönen Kurort stetig für Gäste attraktiver zu machen.", erklärt Selke. Neben zielgerichtetem Marketing und diversen Veranstaltungen fokussiert sich das Team auf die touristische Infrastruktur, die bestmögliche Betreuung und Beratung der Gäste und setzt auf die Ausweitung des Radtourismus, da die Lage an gleich drei Fernradwegen ein Eldorado für Radfans bietet.
"Die Zahlen stimmen uns positiv und bestätigen mich, dass wir auf einem guten Weg sind. Selbstverständlich ist dies auch ein Ansporn, im nächsten Jahr wieder eine Steigerung zu schaffen.", so Selke abschließend. (pm/ems) +++
Original auf osthessen-news.de