Sprengsatz an Café gezündet: 23‑jähriger Deutscher sitzt in U‑Haft
moritz.bindewald
Nach einer Explosion an einem Café nahe der Frankfurter Zeil hat die Staatsanwaltschaft Frankfurt einen 23‑jährigen Tatverdächtigen festnehmen lassen. - Symbolbild: O|N / Rene Kunze
FRANKFURT AM MAIN Ermittlung "mit hoher Intensität"
26.02.26 - Nach einer Explosion an einem Café nahe der Frankfurter Zeil hat die Staatsanwaltschaft Frankfurt einen 23‑jährigen Tatverdächtigen festnehmen lassen. Der Mann aus dem Raum Hanau sitzt inzwischen in Untersuchungshaft. Ihm wird die Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion vorgeworfen.
"USBV" detonierte vor Café – niemand verletzt
Der Vorfall ereignete sich am frühen Morgen des 29. Dezember 2025. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurde in einer Seitenstraße der Zeil eine "sogenannte USBV, eine unkonventionelle Spreng‑Brandvorrichtung" gezündet. Die Explosion löste ein nachgelagertes Brandgeschehen im Außenbereich des Cafés aus. Personen kamen nicht zu Schaden.Die Tat wird dem Phänomenbereich "Violence‑as‑a‑Service" zugeordnet – ein Phänomen, bei dem Gewalt oder Sabotagehandlungen gewissermaßen "als Dienstleistung" angeboten werden.
Ermittlungen laufen seit Wochen – Verdächtiger schnell identifiziert
Die Ermittlungen führte das Polizeipräsidium Frankfurt unter Federführung der Staatsanwaltschaft. Diese seien "von Beginn an mit hoher Intensität" erfolgt, wie Oberstaatsanwalt Dominik Mies betont. Binnen kurzer Zeit identifizierten die Ermittler einen 23‑jährigen deutschen Staatsbürger aus dem Raum Hanau. Er wurde Ende Januar 2026 aufgrund eines Haftbefehls des Amtsgerichts Frankfurt festgenommen und dem Haftrichter vorgeführt.U-Haft angeordnet
Dem Mann wird die "Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion gemäß § 308 des Strafgesetzbuches" vorgeworfen, so Mies. Nach der Vorführung beim Haftrichter befindet er sich nun in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen zu Hintergründen und möglichen Motiven dauern an. (mmb) +++Original auf osthessen-news.de