RhönEnergie erhält 2,4 Millionen Euro für zwölf neue Elektrobusse in Osthessen
philipp.gerhard
Freuen sich über den Bundeszuschuss für zwölf neue Elektrobusse (von links): die RhönEnergie-Geschäftsführer Dr. Arnt Meyer und Martin Heun, Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld, der Fuldaer Bundestagsabgeordnete und Staatsekretär Michael Brand sowie von RhönEnergie-Verkehrsbetrieben Geschäftsführer Thomas Lang und Prokurist Philipp Enders - Fotos: RhönEnergie
FULDA Zuschuss vom Bundesverkehrsministerium
26.02.26 - Großer Schritt für einen sauberen öffentlichen Nahverkehr in Fulda und Osthessen: Die RhönEnergie Verkehrsbetriebe erhalten vom Bundesministerium für Verkehr einen Zuschuss von 2,4 Millionen Euro für den Kauf von zwölf Elektrobussen und den Ausbau der Ladeinfrastruktur. Damit wird die RhönEnergie die Zahl ihrer Elektrobusse in den kommenden eineinhalb Jahren von heute sieben auf 25 erhöhen.
Die RhönEnergie gehört zu den Pionieren der Elektromobilität im öffentlichen Nahverkehr: Der erste Elektrobus Hessens fährt seit Oktober 2018 in Fulda. Die derzeit sieben E-Busse der RhönEnergie haben mittlerweile zusammen genau eine Million Kilometer emissionsfrei und leise zurückgelegt – das entspricht 25 Erdumrundungen. In diesem Frühjahr kommen sechs weitere Busse hinzu, 2027 dann die zwölf geförderten Fahrzeuge.
"Ein echter Gewinn für Fulda"
"Die Förderung ermöglicht es, die Flotte schrittweise auf E-Antrieb umzustellen und damit die Innovations- und Klimaschutzstrategie konsequent voranzutreiben", betont Martin Heun, Sprecher der Geschäftsführung der RhönEnergie, der darin einen wichtigen Meilenstein sieht. Die zusätzlichen Elektrobusse sollen vor allem im Stadtverkehr eingesetzt werden. Auch Oberbürgermeister Heiko Wingenfeld begrüßt den Ausbau und hebt die Vorteile für Umwelt, Lärmschutz und die städtischen Klimaziele hervor, von denen Fulda unmittelbar profitiere.
Bei einem Treffen im RhönEnergie-Busdepot würdigte der Fuldaer Bundestagsabgeordnete Michael Brand die Förderentscheidung von Verkehrsminister Patrick Schnieder. Als Parlamentarischer Staatssekretär sprach er auch für die Bundesregierung: "Diese Investition zeigt, dass wir Elektromobilität im Nahverkehr ernsthaft voranbringen wollen – zum Nutzen der Menschen in unseren Städten und Dörfern. Osthessen ist dabei eine Vorbildregion, von der andere lernen können."
Förderungen sind nötig
Dass die Förderung überhaupt nötig ist, liegt an den erheblichen Mehrkosten: Ein Elektrobus kostet doppelt so viel wie ein herkömmlicher Dieselbus. Da diese Mehrkosten bei der Ausschreibung von Verkehrsleistungen nicht berücksichtigt werden, ist eine öffentliche Förderung entscheidend, um die Umstellung wirtschaftlich stemmen zu können, erläutern Thomas Lang und Philipp Enders, Geschäftsführer und Prokurist der Verkehrsbetriebe. Lang und Enders konnten bei einer Veranstaltung in Berlin den Förderbescheid aus der Hand von Bundesverkehrsminister Schnieder entgegennehmen.
Das Projekt wird im Rahmen der "Richtlinie zur Förderung alternativer Antriebe von Bussen im Personenverkehr" durch das Bundesministerium für Verkehr gefördert. Die Förderrichtlinie wird von der NOW GmbH koordiniert und durch den Projektträger Jülich (PtJ) umgesetzt. (pg/pm)+++
Original auf osthessen-news.de