Erste Hilfe kennt kein Alter: Wie verhalte ich mich im Notfall richtig?
philipp.gerhard
Für alle Senioren, die ihr Wissen über Erste Hilfe und Unfallprävention auffrischen wollten, bot sich am Donnerstag die Möglichkeit. - Fotos: Marvin Myketin
FULDA DRK-Crashkurs mit Senioren-Union
27.02.26 - Mit zunehmendem Alter gehen oftmals auch gesundheitliche Probleme und Krankheiten einher. Aus diesem Grund ist es auch für Senioren von höchster Wichtigkeit, zu wissen, wie man sich im Ernstfall verhält. Was muss ich tun, wenn beispielsweise der eigene Lebenspartner einen medizinischen Notfall erleidet? Dieser und noch einigen weiteren Fragen widmete sich der Kreisverband der Senioren-Union zusammen mit dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) Fulda am Donnerstagnachmittag in einem kurzen Crashkurs.
Der Kreisverband der CDU-Senioren feiert in diesem Jahr 40-jähriges Bestehen und organisiert regelmäßig gemeinsame Stammtische und Infoveranstaltungen sowie Führungen.
Präventiv denken – im Notfall aktiv handeln
Wichtig sei vorab insbesondere Prävention, denn: Ein Drittel der über 65-Jährigen stürzt einmal pro Jahr. Dabei passieren die meisten Unfälle in den eigenen vier Wänden – die Ursachen können in dieser Hinsicht vielseitig sein und von Gangunsicherheit bis hin zu Bewegungseinschränkungen reichen. So etwas kann verhindert werden, indem man Stolperfallen in der Wohnung beseitigt, Medikamente regelmäßig nimmt und auch beim Schuhwerk oder bei Leitern nicht spart.Aber auch wenn ein Notfall eintritt, ist es wichtig, zu wissen, was zu tun ist. Hierzu konnten die Teilnehmer des Workshops selbst Druckverbände anlegen, die stabile Seitenlage üben, aber auch Herzdruckmassagen und Mund-zu-Mund-Beatmungen an Puppen durchführen. Vieles davon hat man schon in der Vergangenheit gehört und auch schon gemacht, aber Methoden verändern sich und oftmals sind solche Schulungen schon einige Jahre her. Aus diesem Grund ist Auffrischung auch im fortgeschrittenen Alter.
"Viele Kurse liegen schon weit zurück und sich zu erinnern, fällt oft schwer. Deshalb sehen wir uns als Seniorenunion verantwortlich dafür. Auch die ältere Generation muss auf den neuesten Stand gebracht werden", so Karl Josef Hahner, Vorsitzender der Fuldaer Seniorenunion, gegenüber OSTHESSEN|NEWS. Für ihn haben solche Infoveranstaltungen einen hohen Stellenwert.
Die fast 20 Teilnehmer konnten in den zwei Stunden im DRK-"Clubhaus" mit Sicherheit einiges mitnehmen und auch dazulernen. Außerdem gab es noch die Möglichkeit, bei Kaffee und Kuchen Gespräche zu führen und Erfahrungen auszutauschen. (pg)+++
Original auf osthessen-news.de