Praktische Bauanleitungen für ein Zuhause für Meise, Kleiber und Co.

mathias.schmidt

Hören Sie morgens schon die Vögel zwitschern? Und welche Frühblüher haben Sie vor Ihrer Haustür schon entdeckt? Unverkennbar, der Vorfrühling ist da! - Symbolfotos: Pixabay

REGION Nistkästen selber bauen

01.03.26 - Hören Sie morgens schon die Vögel zwitschern? Und welche Frühblüher haben Sie vor Ihrer Haustür schon entdeckt? Unverkennbar, der Vorfrühling ist da! Deshalb ist jetzt noch ein guter Zeitpunkt, Nistkästen anzubringen. Vor allem dort, wo alte und morsche Bäume nicht mehr vorhanden sind oder es keine geeigneten Brutnischen an Gebäuden gibt, sind solche Hilfen sinnvoll. Das Nabu-Team zeigt, wie man Nistkästen selbst bauen kann und worauf man beim Anbringen dieser achten sollte.

Seit den Anfängen des Vogelschutzes zählt das Bauen und Anbringen von Nistkästen zu den festen Bestandteilen aktiver Naturschutzarbeit vor Ort. Künstliche Nisthilfen sind da sinnvoll, wo Naturhöhlen fehlen, weil alte und morsche Bäume nicht mehr vorhanden sind, oder es an Gebäuden keine geeigneten Brutnischen mehr gibt. Außerdem macht das Bauen von Nistkästen einfach Spaß und eignet sich darum auch hervorragend, um Kinder und Jugendliche mit Tieren und deren Lebensweise vertraut zu machen. Ein voll ausgebuchter Nistkasten ist allerdings nur dann zu erwarten, wenn der Garten naturnah gestaltet ist und die Vögel entsprechend Nahrung finden.

Deshalb ist jetzt noch ein guter Zeitpunkt, Nistkästen anzubringen. Vor allem dort, ...

Nistkästen erfüllen übrigens auch im Winter wichtige Aufgaben. Ob Meisen, Kleiber, Eichhörnchen und Schmetterlinge – selbst die wetterbeständigsten Outdoor-Profis schätzen eine warme Schlafstube. Manchem Vogel kann die Nisthilfe im Winter sogar das Leben retten. Die Gefahr der Übertragung von Parasiten durch alte Nester ist geringer als der Nutzen eines warmen Unterschlupfes für die Tiere.

Da Vögel mit 39 bis 42 Grad ständig eine höhere Körpertemperatur als Säugetiere aufrechterhalten müssen, verbrennen sie in der kalten Jahreszeit viel Körperfett. Dadurch verlieren sie schnell an Gewicht und sind oft geschwächt. Eine kalte Nacht auf einem schutzlosen Zweig kann ihnen da manchmal zum Verhängnis werden. Sperlinge bauen regelrechte Winternester, in die sie sich bei Frost einkuscheln. Von Zaunkönigen weiß man, dass sie sich im Winter gegenseitig in Nistkästen wärmen. (ms/pm) +++


Original auf osthessen-news.de