Vertrauter Anblick ist zurück: Das Gipfelkreuz steht wieder auf dem Monte Kali
julia.schuchardt
NEUHOF Es werde Licht!
01.03.26 - In der Kaligemeinde Neuhof (Landkreis Fulda) herrschte zuletzt große Verunsicherung: Mehrere OSTHESSEN|NEWS-Leser hatten uns geschrieben, weil das vertraute Gipfelkreuz auf der Kali-Halde plötzlich verschwunden war. Für viele gehörte der Anblick seit Jahrzehnten fest zu ihrem Zuhause.
Der Pressesprecher von K + S, Johannes Rützel, konnte jedoch schnell beruhigen: Das Kali-Kreuz werde aus rein betrieblichen Gründen versetzt. Am Freitag folgte dann die erfreuliche Nachricht: "Das Kreuz am Kaliberg steht wieder und leuchtet nachts weithin sichtbar", so ein aufmerksamer O|N-Leser. Wie angekündigt, befindet es sich nun rund 350 Meter weiter westlich auf der Halde - und strahlt erneut über die Region. Damit ist der vertraute Anblick endlich wieder zurück.
Das Kreuz blickt inzwischen auf eine lange Geschichte zurück. Vor 31 Jahren, am 27. Oktober 1995, erhielt die Gemeinde Neuhof ihr Wahrzeichen. Auf Initiative des damaligen Bürgermeisters Martin Hohmann wurde auf dem "Monte Kali", der Halde des Werkes Neuhof-Ellers der K+S Minerals and Agriculture GmbH, südwestlich von Fulda ein neun Meter hohes Holzkreuz errichtet. Aus massivem Eichenholz gefertigt und mit Glühbirnen versehen, leuchtet es seither Nacht für Nacht – weithin sichtbar über das Fuldaer Land.
Das Kreuz war ein Geschenk eines zunächst unbekannten Spenders. Jahrzehntelang blieb sein Name ein Geheimnis. Erst später wurde bekannt, dass es sich um den Zimmermeister Josef Quinkler aus Haselstein handelte, der im August 2020 verstarb. Er hatte die Eichenbalken für das monumentale Bauwerk gestiftet, wollte jedoch zeitlebens anonym bleiben. Erst seine Witwe lüftete schließlich das Geheimnis um den großzügigen Spender. (js)+++
Original auf osthessen-news.de