Große O|N-Übersicht: Das sagen die einzelnen Parteien am Fuldaer Uniplatz

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Am Samstag fanden auf dem Universitätsplatz in Fulda Wahlkampfveranstaltungen statt. - Alle Fotos: Martin Engel

FULDA Wahlkampf geht in die Heiße Phase!

01.03.26 - Es wird spannend! Die letzten Wochen bis zur Kommunalwahl sind angebrochen und der Wahlkampf geht damit in seine entscheidende Phase über. Überall versuchen die Parteien in Kontakt zu den (noch unentschlossenen) Bürgerinnen und Bürgern zu kommen. – So auch am Uniplatz in Fulda!

Die CDU war vertreten.

Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld.

OSTHESSEN|NEWS war live vor Ort, um ein Stimmungsbild einzufangen und natürlich die wichtigen Fragen zu stellen: Was wollen wir Parteien bewegen? Was liegt ihnen am Herzen? Wofür treten sie in diesem Kommunal-Wahlkampf entschlossen ein?

CDU: Stabilität, Sicherheit, solide Finanzen – Kurs halten für Fulda

Für die CDU nannten Susanne Jobst (Stadtverordnete, stellvertretende Ausschussvorsitzende Schule/Kultur/Sport) und Benedikt Ihrig (CDU-Stadtverordneter, stellvertretender Pressesprecher der CDU-Stadtverordnetenfraktion) ein breites Themenspektrum. Zentrale Punkte seien vor allem solide Finanzen und eine starke Wirtschaft in Fulda, die man weiter fördern und ausbauen wolle. Darüber hinaus betonten beide die Aspekte Sicherheit, Sauberkeit und Ordnung, damit Fulda "weiterhin schön" bleibe und sich Menschen wohlfühlen. Ebenfalls wichtig seien selbstverständlich auch die Gesundheit und der Bereich Pflege. Außerdem hob die CDU die Bedeutung von Kultur, Sport und Ehrenamt hervor. In der Stadtentwicklung spiele zudem Bauen und Wohnen, insbesondere für junge Familien, eine große Rolle. Beim Punkt "Verändern" machten die CDU-Vertreter deutlich, dass sie weniger auf Kurswechsel als auf Stabilität und Kontinuität setzen. Man sei mit der Politik der vergangenen Jahre insgesamt zufrieden und wolle diese stabile Linie auch in der nächsten Legislatur fortführen. Das, was bereits "auf die Straße gebracht" worden sei und wofür es positive Rückmeldungen gebe, solle weitergeführt und weiterentwickelt werden – ausdrücklich im engen Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern.

Fuldas Bürgermeister Dag Wehner (CDU) mit seiner Familie.

"Mit der CDU an Ihrer Seite haben Sie einen starken und stabilen Partner, der Fulda weiterentwickelt – für unsere Heimat, für unsere Zukunft."

AfD: Windpark stoppen, Wald schützen – Fokus auf Kernaufgaben und Sparen

Jan Nolte – AfD-Spitzenkandidat für den Kreistag – nannte als zentrales Thema den geplanten Windpark im Gieseler Forst. Viele Bürger wüssten bislang gar nicht, dass dieses Projekt tatsächlich durchgeführt würde. Geplant seien demnach rund 15 Windräder. Die AfD wolle sich dafür einsetzen, den Windpark zu verhindern und den Wald (ein Wasserschutzgebiet) zu schützen. Nolte bezeichnete den Gieseler Forst als eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete Hessens und setzte dem Vorhaben den Anspruch "Artenschutz statt grüner Planwirtschaft" entgegen. Als Hintergrund führte er an, Hessen sei verpflichtet, zwei Prozent der Fläche für Windkraft auszuweisen. Als Veränderungsziel sagte Nolte, viele Probleme auf Kreisebene seien aus seiner Sicht durch Entscheidungen auf Bundesebene mitverursacht – etwa steigende Kosten im sozialen Bereich. Vor Ort wolle die AfD den Fokus stärker auf kommunale Kernaufgaben legen: Geld "wieder für die Bürger" ausgeben und prüfen, wo eingespart werden könne. Als Beispiel nannte er freiwillige Ausgaben zur Steigerung der Akzeptanz von Klimaschutz (rund 300.000 Euro), die man anders priorisieren müsse. Außerdem wolle die AfD die Digitalisierung der Verwaltung vorantreiben, ausdrücklich auch mit Künstlicher Intelligenz, um steigende Personalkosten abzufedern.

Die AfD.

"Mit der AfD an Ihrer Seite haben Sie jemanden im Kreistag, der sich für Sie einsetzt – der auch unbequeme Wahrheiten ausspricht, aber immer bereit ist, konstruktiv mit den anderen Parteien Lösungen zu finden."

SPD: Gesamtschule, bezahlbares Wohnen, Schutz für Frauen – Sozialabbau stoppen

Christine Fischer (SPD) setzte inhaltlich drei klare Schwerpunkte. Ihr "Herzensthema" sei Bildung: Fulda brauche endlich eine Gesamtschule. Mit Blick auf den demografischen Wandel betonte sie, die Kinder und Jugendlichen dürften nicht aus dem Blick geraten und müssten insgesamt stärker gefördert werden – Talente zeigten sich, so Fischer, oft erst später als in der vierten Klasse. Als zweites nannte Fischer bezahlbare Wohnungen. Mietwucher sei bundesweit ein Problem; in Fulda womöglich weniger ausgeprägt, dennoch fehle es "an allen Ecken" an bezahlbarem Wohnraum. Wohnen gehöre aus ihrer Sicht stärker in städtische Hand. Als drittes stellte sie die Sicherheit – besonders die Sicherheit von Frauen – in den Mittelpunkt. Sie verwies auf steigende Zahlen bei Gewalt gegen Frauen und forderte, Beratungsstellen auszubauen und finanzielle Mittel dafür bereitzustellen, statt zu kürzen. Als konkrete Veränderungen knüpfte Fischer an diese Punkte an: Wohnen solle stärker in städtische Verantwortung, Fulda brauche eine Gesamtschule und Kinder müssten besser gefördert werden. Darüber hinaus stellte sie den politischen Anspruch heraus, Sozialabbau dürfe nicht weiter voranschreiten – auch nicht auf kommunaler Ebene im Rahmen dessen, was möglich sei. Zudem sagte sie, ihr sei wichtig, dass es in Fulda wieder eine starke oppositionelle Stimme gebe; die Union könne ihrer Wahrnehmung nach zu stark dominieren. Ebenfalls bemängelte sie eine aus ihrer Sicht einseitige Berichterstattung lokaler Medien zugunsten der Union; andere Parteien würden zu oft "hinten runterfallen".

Auch die SPD war vor Ort.

"Mit der SPD an Ihrer Seite wird der Sozialabbau augenblicklich gestoppt. Wir werden alles dafür tun, was in unserer Macht steht."

GRÜNE: Mehr Miteinander, weniger Versiegelung – Prävention statt Reparatur

Deborah Müller-Kottusch stellte insbesodnere das soziale Miteinander in den Mittelpunkt – ausdrücklich auch in ländlichen Gebieten. Ganz praktisch nannte sie die Idee, Bürgerbusse flexibler nutzbar zu machen, etwa auch für Vereine oder familiäre Anlässe. Ein weiterer Schwerpunkt sei der Schutz der Lebensgrundlagen: weniger Flächenverbrauch, weniger Versiegelung – und teils sogar Entsiegelung bereits versiegelter Flächen. Außerdem betonte Müller-Kottusch die Mobilität und Verbindung zwischen Stadt und Land sowie landkreisübergreifende Anbindungen. Als konkretes Veränderungsziele nannte sie, den Kreishaushalt stärker unter Klimagesichtspunkten zu gestalten und die Kreisverwaltung in Richtung einer CO₂-ärmeren Verwaltung zu entwickeln. Zentral sei zudem: mehr Prävention statt Reparaturpolitik. Es solle mehr Geld in vorbeugende Maßnahmen und Angebote fließen, statt erst zu handeln, "wenn es eigentlich schon zu spät ist". Das bezog sie vor allem auch auf kostenfreie Ganztagsbetreuung nach Schulschluss für Kinder und Jugendliche, mehr gesundheitsfördernde Bewegungsangebote sowie frühzeitige psychosoziale Unterstützung.

Die Grünen waren auch da.

"Mit Bündnis 90/Die Grünen an Deiner Seite hast Du alles getan, um zukunftsgerichtet, klimagerecht und sozial in die Zukunft zu schauen."

FDP: Innenstadt beleben, Mobilität neu denken – Fulda attraktiv halten

Michael Krosch (FDP) nannte als Schwerpunkte vor allem die Umgestaltung und Attraktivität der Innenstadt, konkret durch die Gestaltung von Plätzen. Ein weiteres zentrales Thema sei für die Liberalen das große Thema der Mobilität, etwa durch die Idee, den Busbahnhof in Richtung eines zentralen Mobilitätsknotens am Bahnhof zu verlagern. Außerdem betonte Grosch die Stärkung der lokalen Wirtschaft – vor allem über die Sicherung "weicher Standortfaktoren", die Fulda als Standort attraktiv machen würden. Als angestrebte Veränderungen kündigte Grosch keine großen Umbrüche oder dergleichen an: In den vergangenen fünf Jahren habe man in der Koalition viel verändert und gesichert; man sei grundsätzlich mit der eigenen Arbeit zufrieden. Verbesserungen sehe er vor allem bei der Innenstadtbelebung: Menschen sollen wieder mehr Lust haben, in die Stadt zu gehen – nicht nur zum schnellen Einkauf. Ziel sei ein lebendiger Mix aus Wohnen, Einkaufen und Aufenthaltsqualität, damit Fulda attraktiv bleibt.

Die FDP hatte einen Stand.

"Mit der FDP an Ihrer Seite bleibt Fulda so gut und so schön, wie es ist."

CWE: Politik von hier – Infrastruktur sichern und Finanzen solide halten

Für Wigbert Kreß (Kandidat der CWE für die Stadt) steht vor allem ein Grundsatz im Zentrum: Kommunalpolitik soll vor Ort entschieden werden. Die CWE sei eine rein lokale Wählergemeinschaft, die es nur im Kreis und in der Stadt Fulda gebe – und genau das sei ihr Profil: Fulda stehe im Mittelpunkt, keine Vorgaben aus Berlin oder Wiesbaden, stattdessen bürgernahe Entscheidungen mit Blick auf das, was konkret vor Ort anliege. Rainer Korstruck (Kreistagsabgeordneter) ergänzte inhaltliche Schwerpunkte: Wichtig sei, dass die Infrastruktur verlässlich erhalten bleibe. Er nannte insbesondere die medizinische Versorgung, etwa fehlende Facharztpraxen – teils in der Kernstadt, teils im Umland. Zudem betonte er Bildungsangebote und die Sicherung von Arbeitsplätzen in der Region, weil das die Grundlage kommunaler Handlungsfähigkeit sei. Als Veränderungsansatz sagte Kreß: Fulda stehe grundsätzlich gut da, die CWE sei keine Kraft der grundlegenden Veränderung. Es gebe jedoch Dinge, die man gestalten könne – dafür brauche es Mehrheiten. Korstruck legte den Fokus auf solide Finanzen: Man wolle handlungsfähig bleiben, ohne Projekte zu versprechen, "die wir uns gar nicht leisten können".

"Mit der Christlichen Wähler-Einheit an Ihrer Seite haben Sie ein Angebot, das es nur hier vor Ort gibt: Sie kennen die Leute, wir kümmern uns um die Anliegen vor der Haustür – und setzen nicht einfach um, was in Wiesbaden oder Berlin entschieden wird."

FREIE WÄHLER: Fulda als Universitätsstadt – mehr Miteinander, weniger Verlierer

Wilhelm Hartmann, Spitzenkandidat der Freien Wähler für Stadt und Landkreis Fulda, stellte vor allem das Thema Bildung in den Mittelpunkt. Sein zentrales Ziel: Fulda zur Universitätsstadt machen. Das sei freilich kein Vorhaben "von heute auf morgen", Fulda habe aber das Potenzial dazu. Entscheidend sei, dass sich die richtigen Menschen zusammensetzen und einen Plan entwickeln; eine Universität würde Fulda aus seiner Sicht insgesamt deutlich aufwerten. Als Veränderungsansatz betonte Hartmann weniger ein Einzelprojekt als eine Grundhaltung: Er wolle das Miteinander stärken – bis hin zu "Frieden untereinander", nicht nur in der Welt, sondern auch im Kleinen vor Ort. Sein Anspruch sei, Lösungen zu finden, bei denen keine Verlierer entstehen – auch wenn das hoch gegriffen sei. Dafür brauche es Gesprächsbereitschaft, gegenseitige Wertschätzung und Entscheidungen, die dem Gemeinwohl dienen und dann auch umgesetzt werden – möglichst kurzfristig.

"Mit den Freien Wählern an Ihrer Seite kommt der gesunde Menschenverstand wieder zu Kraft und Bedeutung in Fulda."

Volt: Familienfreundlicher werden – moderne Impulse mit Blick nach Europa

Volt war natürlich auch vor Ort.

Für Philipp Hermes (Listenplatz 2, Stadtliste Volt) steht im Fokus, dass junge Familien in Fulda gut und kinderfreundlich zurechtfinden. Er verwies darauf, dass er selbst in kürze Vater werde und die Situation in der Stadt dadurch noch konkreter kennenlernen werde. Wenn er ein Mandat erhalte, wolle er in diesem Bereich verbessern und optimieren – weil dort aus seiner Sicht die Zukunft liege. Entscheidend sei, dass das Leben für Familien vernünftig und angenehm gestaltet werde, damit die Stadt auch künftig attraktiv bleibt. Als Veränderungsansatz sagte Hermes, Stadt und Region könnten insgesamt zukunftsorientierter auftreten. Fulda wirke in vielen Bereichen eher konservativ und zurückhaltend; das dürfe aber nicht dazu führen, dass moderne Entwicklungen zu kurz kommen. Es brauche moderne Impulse, ohne die Mehrheit zu überfordern. Volt wolle dabei Erfahrungen aus anderen europäischen Städten aufgreifen: Europäische Ansätze, die sich anderswo bewährt hätten, könne man passend für Fulda adaptieren.

"Mit Volt an Ihrer Seite haben Sie eine Kraft, die die Region ein Stück europäischer und zukunftsoffener denkt – damit wir das, was vor uns liegt, besser gestalten können und für die Zukunft gewappnet sind."

Die PARTEI: Apfelbäume, hartes Gendern, Mieten verbieten

Ute Riebold, die sich selbst die "sehr gute Stadtverordnete der sehr guten Partei Die PARTEI" nannte, setzte auf pointierte, teils augenzwinkernde Forderungen. Als Schwerpunkt nannte sie "Demokratie ohne Haken" und erklärte, man wolle die CDU unterstützen – unter anderem mit dem Slogan "24/7": die Partei die PARTEI setze sich für "sehr hartes Gendern" ein, auch wenn "die hessische Landesregierung das eigentlich verbietet." Für das Klima und um dem akuten Ärztemangel entgegenzuwirken, wolle man zusätzliche Apfelbäume im Stadtgebiet pflanzen ("An apple a day keeps the doctor away" = Ein Apfel am Tag hält den Doktor fern). Armut in der Stadt wolle man "konsequent verbieten", ebenso sämtlich Waffen und insbesondere "toxische Männlichkeit".

"Mit der Partei Die PARTEI an Ihrer Seite brauchen Sie keine Angst mehr haben, kein Dach über dem Kopf zu haben. Denn Mieten werden wir verbieten."

Bündnis C: Haushalt sanieren, Familie stärken – christliche Werte im Mittelpunkt

Für Jens Mierdel steht im Kreistag vor allem die angespannte Haushaltslage im Mittelpunkt. Verantwortlich seien vor allem Vorgaben "von oben", etwa zusätzliche Aufgaben und Kosten im Zusammenhang mit der Flüchtlingspolitik. Der Landkreis werde mit Aufgaben belastet, ohne dass die Finanzierung ausreichend mitkomme. Mierdel fordert deshalb das Prinzip "Wer bestellt, bezahlt": Wenn das Land Aufgaben anordnet, müsse es auch die Kosten tragen. Zugleich kritisierte er den Landrat: Er benenne die Probleme zwar, handle aber zu wenig. Gerade wegen seiner übergeordneten Rolle in Hessen könne er mehr Druck auf die Landespolitik ausüben, damit Landkreise wieder finanziell handlungsfähiger werden.

Als weiteres Kernthema nannte Mierdel den Schutz des Lebens: Für Bündnis C beginne dieser vor der Geburt, entsprechend solle der Landkreis Aufklärungsarbeit und Unterstützung – etwa über Schwangerschaftsberatung – stärken. Dr. Norbert Höhl (Bündnis-C-Kreisvorsitzender) untermauerte diese Position mit biologisch-medizinischen Argumenten und warb für eine stärkere gesellschaftliche Orientierung am Schutz ungeborenen Lebens.

Als Veränderungsziel stellte Bündnis C eine Haushaltswende in den Vordergrund: mehr Druck nach oben, klare Prioritäten und – wenn nötig – ein härterer Sparkurs. Dazu gehöre, Ausgaben zu prüfen und dort zu kürzen, wo aus Sicht der Partei kein klarer Rückfluss erkennbar sei. Höhl sieht zudem Einsparpotenzial bei Projekten, die aus seiner Sicht unter dem Label Klimaschutz viel Geld binden (etwa Personalstellen oder externe Gutachten). Ergänzend betonte er die Stärkung von Familien, bis hin zu mehr finanzieller Unterstützung, damit Betreuung in der Familie leichter möglich sei.

"Mit Bündnis C an Ihrer Seite rücken wir den Menschen und die Familie wieder in den Mittelpunkt, sorgen für einen vernünftig geführten Haushalt – und setzen Prioritäten statt Geld in Projekten zu binden, die am Alltag der Bürger vorbeigehen."

FGG: Mehr machen, weniger reden – Wohnen, Ärzte, Schulen und neue Strukturen

Georg Alt (Journalist im Ruhestand) sagte, ihm liege "im Prinzip alles" am Herzen, weil es in vielen Bereichen Veränderungsbedarf gebe – von Fragen der Stadtentwicklung bis zur allgemeinen Versorgung. Als Beispiele nannte er das frühere Gummi-Areal und Themen der kommunalen Daseinsvorsorge. Zugleich kritisierte er, Volksparteien würden viel reden, aber wenig tun. Als möglichen Veränderungsansatz stellte Alt zudem die Idee einer Zusammenführung mehrerer Kommunen (Künzell, Petersberg und Fulda) zu einer "Großstadt" in den Raum – allerdings ausdrücklich gekoppelt an eine Entscheidung durch die Bürger.

Özcan Ünsel (Kandidat für die Stadtverordnetenversammlung) ergänzte konkrete Schwerpunkte: Wohnraum müsse bezahlbarer werden, weil die Mieten stark gestiegen seien und viele Menschen kaum noch eine Wohnung fänden. Außerdem wolle man die Ärzte-Landschaft ausweiten und unterstützen, damit Patientinnen und Patienten nicht monatelang auf Termine warten müssten. Schulen müssten insgesamt stärker unterstützt werden – nicht nur reaktiv, sondern proaktiv gemeinsam mit den Einrichtungen.

Die FGG.

"Mit der Wählergruppe FGG an Ihrer Seite haben Sie alle Möglichkeiten, mit Menschen aus der eigenen Nachbarschaft konstruktiv zusammenzuarbeiten: Wir haben ein offenes Ohr, keine Hürden – unsere Tür steht jedem offen."

Die Linke: Mietwucher-Bekämpfung, gratis ÖPNV – Leben wieder bezahlbar machen

Alexander Wiegel (Die Linke Kreisverband Fulda) nannte vier klare Schwerpunkte für den Kommunalwahlkampf in Fulda: ÖPNV, Wohnen/Mieten, Gesundheit und Bildung. Das seien die zentralen Kernfelder, auf die sich Die Linke konzentriere. Als konkrete Veränderung kündigte Wiegel an, eine Mietwucher-Stelle in der Stadt einzurichten, um systematisch zu prüfen, ob es Fälle von Mietwucher gebe. Das werde aus seiner Sicht bislang nicht konsequent verfolgt – weder lokal noch bundesweit. Außerdem sprach er sich langfristig für kostenlosen ÖPNV aus. Als ersten Schritt nannte er ein gratis Angebot insbesondere für Studierende, Auszubildende, Schülerinnen und Schüler sowie Seniorinnen und Senioren – also Gruppen, die häufig wenig Einkommen haben.

Die Linke war auch vertreten.

"Mit Die Linken an Ihrer Seite wird das Leben im Landkreis Fulda hoffentlich endlich bezahlbar werden." (Marvin Hucke) +++


Original auf osthessen-news.de