Drei US-Soldaten fallen im Iran-Einsatz - Tödliche Luftangriffe: Krieg eskaliert!
c.von-butler
Explosionen, Raketen und internationale Alarmbereitschaft: Die Eskalation zwischen den USA, Israel und dem Iran bringt den gesamten Nahen Osten an den Rand eines Flächenbrands. - Foto: wikimedia/U.S. Army photo by Spc. Brandi Frizzell
WASHINGTON/TEHERAN Poseck (CDU): Maßnahmen in Deutschland
02.03.26 - Nach massiven Luftangriffen der USA und Israels steht der Iran vor einer historischen Zäsur. Irans oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei ist nach Angaben aus Washington und später auch aus iranischen Staatsmedien bei den Angriffen getötet worden. Damit verliert die Islamische Republik ihre zentrale Machtfigur - mitten in einer militärischen Eskalation, die die gesamte Region erfasst.
Die Angriffe erfolgten nach wochenlangen Spannungen im Atomstreit. Noch kurz zuvor hatte es Gespräche in Genf gegeben. Doch US-Präsident Donald Trump zeigte sich unzufrieden. "Ich bin nicht glücklich darüber, wie sie sich verhalten", sagte Trump in Washington. Sein Ziel formulierte er klar: "Wir wollen, dass der Iran keine nuklearen Waffen besitzt, und genau diese wichtigen Worte sagen sie nicht."
Update 16 Uhr: Bei dem Militäreinsatz "Epic Fury" gegen den Iran sind nach Angaben des US-Zentralkommandos drei amerikanische Soldaten gefallen. Zudem wurden fünf weitere schwer verwundet. Das Kommando erklärte außerdem: "Mehrere andere erlitten leichte Splitterverletzungen und Gehirnerschütterungen - und werden derzeit wieder in den Dienst zurückgeführt". Zur aktuellen Situation hieß es weiter: "Die Lage sei unübersichtlich." Parallel dazu sorgen neue Behauptungen aus Teheran für zusätzliche Spannungen. Die iranischen Revolutionsgarden melden einen Angriff auf einen US-Flugzeugträger im Persischen Golf. "Der US-Flugzeugträger "USS Abraham Lincoln" wurde von vier ballistischen Raketen getroffen", erklärten sie laut örtlichen Medien. Eine unabhängige Bestätigung für diesen Vorfall steht bislang aus.
Start der Operation "Epische Wut" am Samstag
Am Samstag begann dann die Operation "Epische Wut". Nach Berichten wurden zeitgleich mehrere strategische Ziele angegriffen, darunter Einrichtungen der Revolutionsgarden, Raketenstellungen und Standorte des Atomprogramms. Auch hochrangige Militärs kamen ums Leben. Israels Verteidigungsminister Israel Katz bestätigte früh die Attacken auf Teheran, wenig später erklärten US-Offizielle die Beteiligung der Vereinigten Staaten.Ajatollah Ali Chamenei – Der Oberste Führer des Iran ist bei den Luftangriffen getötet ...Foto: wikimedia/Khamenei.ir
Der Iran reagierte umgehend. Dutzende ballistische Raketen wurden auf Ziele in Israel sowie auf US-Stützpunkte in Syrien, Kuwait, Bahrain, Katar, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten abgefeuert. Zudem kündigten die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen neue Angriffe im Roten Meer an. Die gesamte Golfregion ist von der Eskalation erfasst.
In Deutschland werden die Sicherheitsmaßnahmen verstärkt
Bei deutschen Sicherheitsbehörden wächst nach dem Militärschlag gegen den Iran die Besorgnis vor möglichen Angriffen auf jüdische und israelische Einrichtungen in Deutschland.Auch Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU) sieht eine angespannte Lage. Es sei "von einer Erhöhung der abstrakten Gefährdungslage, insbesondere für jüdische, israelische und amerikanische Einrichtungen, auszugehen", sagte er. Die Schutzmaßnahmen seien bereits angepasst worden. Der Objektschutz an relevanten Liegenschaften sei "intensiviert worden".
Pentz warnt vor Flächenbrand in der gesamten Region
In Wiesbaden meldete sich der Hessische Minister für Internationales, Manfred Pentz (CDU), zu Wort. "Das ist der Anfang vom Ende des terroristischen Mullah-Regimes. Doch statt die Fakten zu akzeptieren, riskiert es in seinem Todeskampf einen Flächenbrand in der gesamten Region. Die Führung sollte endlich abtreten und den Wunsch der Menschen nach Freiheit respektieren!" Zugleich forderte er ein sofortiges Ende der Angriffe: "Stattdessen schlägt das kopflose Regime wild um sich." Und weiter: "Viel zu lange hat das brutale Regime nicht nur das iranische Volk, sondern die ganze Region terrorisiert."Sorge vor weiterer Eskalation wächst
International wächst die Sorge vor einer weiteren Eskalation. Pentz betonte, er habe "der israelischen Generalkonsulin Talya Lador-Fresher am Samstag unsere Solidarität ausgedrückt" und die Angriffe gegenüber Diplomaten aus der Golfregion "scharf verurteilt". Zudem unterstrich er: "Das iranische Volk hat das Recht, seine Führung selbst zu bestimmen." Es sei "von einer Erhöhung der abstrakten Gefährdungslage, insbesondere für jüdische, israelische und amerikanische Einrichtungen, auszugehen", sagte auch Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU). Objektschutzmaßnahmen seien an relevanten Liegenschaften "intensiviert worden".Zerstörungen in Teheran – Nach den Angriffen von USA und Israel steigen Rauchwolken ...Foto: wikimedia/Amir Pashaei
Auch Europa sieht Handlungsbedarf. Europa-Staatssekretärin Karin Müller erklärte: "Deshalb ist es gut, dass die EU-Außenbeauftragte für heute eine Sondersitzung der Mitgliedsstaaten einberufen hat. Die EU muss jetzt eine aktive Rolle spielen." Sicherheit könne es nur geben, "wenn das iranische Atomprogramm unter internationaler Kontrolle steht."
Merz nimmt Sicherheitsbedenken in Europa und Nahost ernst
Bundeskanzler Friedrich Merz hat am Sonntag deutlich gemacht, dass Deutschland die Sicherheitsbedenken der Staaten in Irans unmittelbarer Umgebung sowie in Europa sehr ernst nimmt. Wörtlich sagte Merz: "Wir fordern Teheran deshalb auf, diese wahllosen Angriffe sofort zu beenden. Wir wissen schließlich nicht, ob der Plan aufgeht, durch Militärschläge von außen einen politischen Wandel von innen heraus zu ermöglichen."Mit Blick auf die Lage im Land erklärte der Kanzler, die innere Entwicklung im Iran sei nur schwer einzuschätzen. Der Vergleich mit Afghanistan, Irak und Libyen greife zwar nur teilweise, zeige jedoch, wie real die Risiken auf mittlere Sicht seien und dass deren Folgen auch Europa und Deutschland betreffen würden. Aus diesen Erkenntnissen ziehe die Bundesregierung sachliche und abgewogene Konsequenzen für ihr eigenes politisches Handeln.
Dreiköpfiger Übergangsrat übernimmt Führung im Iran
Im Inneren des Iran übernimmt nun ein dreiköpfiger Übergangsrat die Führung. Präsident Massud Peseschkian, Justizchef Gholam-Hussein Mohseni-Edschehi und der Geistliche Aliresa Arafi sollen die Aufgaben Chameneis vorläufig wahrnehmen. Laut Verfassung muss der sogenannte Expertenrat mit seinen 88 Geistlichen rasch einen neuen Obersten Führer bestimmen. Wer das sein könnte, ist offen. In der Vergangenheit wurde immer wieder Chameneis Sohn Modschtaba genannt. (Constantin von Butler) +++Original auf osthessen-news.de