Gemeinsame Aktion von sechs Unternehmen zur Frauenwoche

mathias.schmidt

Die Fotoausstellung zeigt: Auch am Steuer von Bussen der RhönEnergie bewähren sich Frauen mit Führungsstärke – im doppelten Sinne. - Fotos: RhönEnergie

FULDA Frauen schaffen Zukunft!

02.03.26 - Mit einer ungewöhnlichen Aktion setzen sechs große Unternehmen aus der Stadtregion Fulda ein gemeinsames Zeichen: für mehr Sichtbarkeit von Frauen in der Arbeitswelt – und für eine Unternehmenskultur, in der weibliche Fachkompetenz und Führungsstärke nicht die Ausnahme sind, sondern die Regel.

Ausstellungseröffnung am nächsten Montag

Im EMV-Zentrum bei EDAG stellen Frauen und Männer in diversen Teams maßgeschneiderte ...

Die Unternehmen EDAG Group, JUMO, Klinikum Fulda, Heurich, die RhönEnergie Gruppe und Zufall zeigen in einer Ausstellung lebensgroße Fotos von insgesamt zwölf Mitarbeiterinnen, die gestalten und führen, anpacken und Verantwortung übernehmen – in Laboren und Leitwarten, an Operationstischen und auf Baustellen. Entstanden sind die Aufnahmen in echter Arbeitsumgebung, fotografiert vom Fuldaer Fotografen Walter Rammler.

Warum tun die Unternehmen das? "Wir wissen, dass Sichtbarkeit keine Selbstverständlichkeit ist – und dass das ein Problem ist. Noch immer werden viele Berufsbilder automatisch mit Männern assoziiert. Das wollen wir mit unserer Aktion ändern", sagt Martin Heun, Sprecher der Geschäftsführung der RhönEnergie Gruppe. Alexandra Dantmann, Bereichsleiterin Globales Personal bei JUMO, ergänzt: "Noch immer entscheiden sich Frauen seltener für technische, handwerkliche oder führungsorientierte Berufe – nicht, weil es an Kompetenz fehlt, sondern weil es an Vorbildern mangelt. Wir müssen den Frauen Sichtbarkeit geben und entsprechende Rahmenbedingungen sicherstellen."

Die Netzmonteurin Theresa Vogel, die Anlagen bis 20.000 Volt montiert, gehört zu ...

Zwölf Frauen, zwölf starke Beispiele

Hier setzen die sechs Unternehmen an: Priv.-Doz. Dr. Thomas Menzel, Sprecher des Vorstands des Klinikums Fulda, erläutert: "Wir wollen Frauen ermutigen, sich für Arbeitsplätze zu entscheiden, die nicht auf den ersten Blick mit Frauen in Verbindung gebracht werden – und zeigen, dass diese Stellen längst von Frauen ausgefüllt werden, erfolgreich und selbstverständlich."

Dazu kommt für die beteiligten Firmen ein handfestes unternehmerisches Argument, wie Alina Heurich, Geschäftsführerin des Getränkegroßhändlers Heurich, erklärt: "Betriebe, die Frauen in allen Bereichen fördern und sichtbar machen, gewinnen den Zugang zu einem größeren Talentpool und treffen bessere Entscheidungen durch diverse Teams." Rainer Schön, Personalleiter der EDAG Group, bringt es so auf den Punkt: "Mit der Förderung und Sichtbarmachung von Frauen werden unsere Unternehmen für Bewerberinnen attraktiver. Sichtbarkeit ist kein Selbstzweck – sie ist ein Standortvorteil."

Im Lager des Getränkehändlers Heurich zeigen natürlich auch Frauen ihre fachliche ...

Die zwölf gezeigten Frauen sind aus Sicht der Unternehmen deshalb keine Ausnahmen. Kathrin Fehler, Bereichsleiterin Produktion Zufall Fulda, unterstreicht: "Die zwölf gezeigten Frauen sind Beispiele. Beispiele dafür, dass weibliche Fachkompetenz, Führungsstärke und Leidenschaft in Fulda längst gelebte Realität sind – und dass es sich lohnt, sie in den Mittelpunkt zu stellen."

Mit der Ausstellung beteiligen sich die Unternehmen an der Frauenwoche der Stadt Fulda, die in diesem Jahr unter dem Motto steht: "Sag mir, wo die Frauen sind?" Die sechs Unternehmen geben mit ihrer Ausstellung eine klare Antwort: Hier. Überall. Schon lange. Über die Erstellung der Fotos, also das "Making-of", haben die Firmen ein Video produzieren lassen. Der Film ist zu sehen unter re-gruppe.de/Frauen-schaffen-Zukunft.

Die Ausstellung wird am Montag, 9. März, ab 16.30 Uhr in den Räumen der RhönEnergie, Löherstraße 52 in Fulda, eröffnet. Im Anschluss diskutieren Vertreterinnen und Vertreter der sechs Unternehmen darüber, wie Frauen in der Arbeitswelt noch sichtbarer gemacht werden können. Eröffnung und Diskussionsrunde sind öffentlich. Um Anmeldung wird gebeten unter [email protected]. (ms/pm) +++


Original auf osthessen-news.de