Rätsel um 30 Wahlplakate im Wald, eine Blutspur und geschwärzte Gesichter
moritz.pappert
FULDA Die FDP ist ratlos: Wer steckt dahinter?
03.03.26 - Es ist rätselhaft, mysteriös und vor allem eines: strafbar. Im Wald bei Nüsttal-Gotthards staunten Wanderer nicht schlecht, als sie plötzlich rund 30 auffallend gelbe Wahlplakate der FDP fanden. Alle Plakate waren fast unbeschädigt. Auf einem waren allerdings Blutspuren. Der Künzeller FDP-Kandidat und Fraktionsvorsitzende Jürgen Plappert ist ratlos. Wer steckt dahinter?
Wer die letzten Wochen durch die Innenstadt von Fulda gefahren ist, dem werden die gelben FDP-Plakate sicher schon aufgefallen sein. Besonders die Großplakate der Partei fallen ins Auge. Nicht nur wegen der prägnanten Farbe. Auch wegen eines Gesichtes, das auf gleich mehreren Plakaten geschwärzt ist. Es ist das Gesicht von Jürgen Plappert.
Plappert ist Fraktionsvorsitzender der FDP Künzell und kandidiert bei der Kommunalwahl für den Ortsbeirat, die Gemeindevertretung und den Kreistag. Zwölf Plakate von ihm wurden in den letzten Wochen schon entwendet und beschädigt. Dazu wurde sein Gesicht auf drei großen Plakaten in der Fuldaer Innenstadt geschwärzt.
Es bleibt rätselhaft
"Mittlerweile wurden die Plakate zwar ausgewechselt, aber zwei Tage später wurde auf denselben dreien wieder mein Gesicht bemalt", erklärt Plappert gegenüber OSTHESSEN|NEWS. Doch er nimmt es mit Humor. "Dieses Mal haben sie graue Farbe genommen. Das passt auch besser zu meinem Sakko auf dem Bild", so der Kommunalpolitiker. Warum es aber immer sein Gesicht trifft, kann er sich nicht erklären.Doch es wurde noch mysteriöser. "Wir standen vergangene Woche zum Wahlkampf vor dem Hanuecenter in Hünfeld. Plötzlich fuhr ein Polizeiauto vor. Die Polizistin fragte nach dem Verantwortlichen und bat mich, mit zum Polizeiauto zu kommen. Dort lagen 30 Wahlplakate", erklärt Plappert. Die Plakate seien von Wanderern im Wald bei Nüsttal-Gotthards gefunden worden. "Die meisten davon konnte ich wieder aufhängen, sie waren nahezu unbeschädigt", freut sich der Kommunalpolitiker. Doch bei einem wurde er stutzig. "Dort waren deutliche Blutspuren zu erkennen. Woher die kommen, weiß ich nicht. Vermutlich aber vom Abhängen der Plakate mit einem Messer oder ähnlichem Gegenstand."
Klar ist: Es bleibt rätselhaft. Plappert mahnt abschließend: "Der Vandalismus von Wahlplakaten nimmt immer mehr zu. Das ist ärgerlich. Egal, welche Partei es betrifft." (Moritz Pappert) +++
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Original auf osthessen-news.de