Sieben Prozent, mindestens 300 Euro mehr Einkommen - Das fordert der dbb
marvin.myketin
FULDA "Ohne Jugend ist keine Zukunft"
03.03.26 - In lauter Stimmung demonstrieren am Dienstagmittag zahlreiche Beschäftigte für eine Erhöhung des Einkommens im öffentlichen Dienst. Trillerpfeifen, Tröten und lautes Klatschen verliehen den Forderungen des dbb Nachdruck. Die Mitarbeitenden kämpften gemeinsam für einen guten Tarifvertrag.
Hintergrund dieser Demonstration ist die am 27. Februar 2026 gestartete hessische Einkommensrunde in Wiesbaden. Am 9. und 10. März 2026 folgt eine Zwischenrunde auf Arbeitsebene. Diese soll dazu beitragen, dass im Rahmen der Verhandlungsrunde am 26. und 27. März 2026 ein Ergebnis gefunden werden kann.
"Hessen muss Vorbild sein und nicht Mittelmaß"
"Das Bundesverfassungsgericht hat gerade erst wieder klargestellt, wie eine amtsangemessene Alimentation auszusehen hat: Hessen hat die Pflicht, Besoldung gemessen an der allgemeinen wirtschaftlichen und finanziellen Entwicklung und des allgemeinen Lebensstandards fortzuschreiben. Es ist traurig genug, dass Politik daran überhaupt erst vom höchsten deutschen Gericht erinnert werden muss", so Richard Thonius, der stellvertretende Vorsitzende des dbb Hessen. Er betonte zudem, dass der Tarifabschluss eine Investition in die Zukunft sein soll und junge Nachfolger gebraucht werden. "Hessen muss Vorbild sein und nicht Mittelmaß." Katja Gewinger, die Vorsitzende des Tarifausschusses des dbb Hessen, bestätigte das vorher Gesagte und beschrieb, dass sich um Nachwuchs bemüht werden muss."Wer junge Menschen halten und gewinnen will, muss mehr bieten"
Jan-Niklas Deutschländer vertritt die selbstständige Jugendorganisation des dbb hessen und spricht für die jungen Auszubildenden und Studenten. Er fordert eine Erhöhung der Entgelte der Auszubildenden und Praktikanten um mindestens 200 Euro. Auch die jungen Menschen müssen darauf achten, wie sie ihr Geld anlegen. Von der Arbeitgeberseite wird jedoch nur Flexibilität und Einsatzbereitschaft gefordert. "Wer junge Menschen halten und gewinnen will, muss mehr bieten. Das Einkommen betrifft alle." Diese Forderungen sollten daher selbstverständlich sein. Es wird außerdem eine Laufzeit von zwölf Monaten hinsichtlich der Entgelte und die Übernahme der Auszubildenden nach einer erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung gefordert. Auch studentische Beschäftigte sollen in den Geltungsbereich des TV-H einbezogen werden.Die Arbeitgeberseite wird dazu aufgefordert, Verantwortung zu übernehmen und Verlässlichkeit und eine Perspektive zu bieten. "Was fordern wir?" – "Sieben Prozent". Die gemeinsamen Rufe der Beschäftigten begleiteten die gesamte Demonstration und verdeutlichten den Zusammenhalt untereinander und den gemeinsamen Kampf um eine gerechte Zukunft. (tw)+++
Original auf osthessen-news.de