Mehr Wettbewerb, weniger Bürokratie: CDU-Bundes-Vize Ines Claus bei der MIT
moritz.pappert
FULDA Bundes- und Kommunal-Themen im Fokus
04.03.26 - Auf dem CDU-Bundesparteitag Ende Februar in Stuttgart wurde Ines Claus zur stellvertretenden Bundesvorsitzenden ihrer Partei gewählt. Am Dienstagabend war sie im Fuldaer Innenstadthotel Platzhirsch bei der MIT zu Gast. Hier sprach die Fraktionsvorsitzende der Hessen-CDU unter anderem über die Bürokratie, Kanzler Merz und die anstehende Kommunalwahl.
Am Dienstag ebenfalls mit dabei: Landrat Bernd Woide, Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld und der Erste Kreisbeigeordnete und CDU-Kreisvorsitzende Frederik Schmitt. Durch den Abend führte MIT-Schatzmeister Hans-Dieter Alt.
Ines Claus machte zur aktuellen Leistung der Bundesregierung unter Kanzler Merz deutlich: "Es kommt nicht auf die Erwartungen an, sondern aufs Ergebnis." Es komme jetzt darauf an, dass die Möglichkeiten, die da sind, genutzt werden. "Das geht nur gemeinsam und mit Kommunikation", so Claus. "Ich werbe für das Bemühen, dass es einfach nicht von heute auf morgen geht."
"Alles, was den Wettbewerb belastet, muss weg."
Ein lähmendes Thema für die Wirtschaft ist noch immer die Bürokratie. Claus macht klar: "Ich bin Friedrich Merz dankbar, dass er gesagt hat, dass wir mehr Draghi in der Europäischen Union brauchen. Wir müssen zu mehr Wettbewerb. Zu mehr Bürokratiestopp. Wir brauchen Europa geopolitisch als wichtige Einheit. Alles, was den Wettbewerb belastet, muss weg." Und sie macht deutlich: "Hinter Entbürokratisierung steht Eigenverantwortung."Im Fokus des Abends stand selbstverständlich auch die anstehende Kommunalwahl am 15. März. Stadtentwicklung und deren Belebung sind eines der zentralen Themen der heimischen CDU. "Wir können als Politik nicht verordnen, dass die Menschen nicht bei Zalando bestellen. Wenn ich zu Discountern gehe und dort die Wurst kaufe, brauche ich mich nicht zu beschweren, wenn der Metzger zumacht", mahnt sie. Auch Räume für gesellschaftlichen Zusammenhalt, wie Kneipen, müssten erhalten bleiben. "Das tut unserer Gesellschaft und unseren Innenstädten gut."
Weitere Kernpunkte des Abends: Der Besuch von Kanzler Merz bei Donald Trump im Weißen Haus und Fragen aus dem Publikum. Etwa von der Präsidentin des DRK-Kreisverbands Fulda, Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg, zum Thema Engagement im Ehrenamt: "Ehrenamt ist hip und macht Spaß. Ein schöneres Gefühl, als im Ehrenamt etwas zu bewegen, gibt es nicht. Wir in Hessen sind Ehrenamts-Weltmeister", hob Claus dazu hervor.
Eine kritische Frage kam abschließend zur Klimapolitik der Ampel von Unternehmer Dirk Bodes. Diese führe die CDU nun, geht es nach dem Unternehmer, weiter. "Wir machen die Politik nicht weiter aus der Ampel-Zeit. Klimaschutz geht nur mit den Unternehmen und dem Mittelstand, und den Weg müssen wir gemeinsam nehmen. Die ersten Weichen sind gestellt. Wir haben mit dem Heizungsgesetz angefangen, jetzt gehen wir in die größeren Linien", verspricht Claus für ihre Partei. (Moritz Pappert) +++
Original auf osthessen-news.de