Oberbürgermeisterwahl in Hanau: Kandidat Khurrem Akhtar im Portrait
moritz.pappert
HANAU Die Kandidaten im Überblick
09.03.26 - Khurrem Akhtar (Gerechtigkeitspartei - Team Todenhöfer) will Oberbürgermeister von Hanau werden. Er will die Nachfolge des SPD-Urgesteins Claus Kaminsky antreten. Er ist seit 2003 Oberbürgermeister der Stadt und hat vor wenigen Monaten seinen Rücktritt angekündigt. Sechs Kandidaten stehen nun insgesamt zur Wahl.
Khurrem Akhtar wurde am 21.01.1977 in Frankfurt am Main geboren. Er ist Unternehmer und Betriebswirt und Gründungsmitglied von Team Todenhöfer (heute die Gerechtigkeitspartei). Er war außerdem OB-Kandidat für Frankfurt am Main im Jahr 2023.
Warum wollen Sie Oberbürgermeister werden?
"Ich bin ein Bürger, der sich zwar beschweren kann, aber auch als Konsequenz lösungsorientier mit anpackt. Ich bin davon überzeugt, dass ich eine Vision für Hanau habe und mit neuen Ideen Hanau in eine bessere Zukunft führen kann."
Was qualifiziert Sie persönlich für das Amt?
"Ich bin ein erfolgreicher Unternehmer, der viel Erfahrung hat, viel gesehen hat und eine neue Perspektive in Stadtpolitik bringen kann. Außerdem kann ich als Brücke und Bindeglied Hanau sozial und gesellschaftlich zusammenführen."
Wo steht die Stadt aktuell?
"Hanau ist überschuldet und hat die Anschläge vom 19. Februar gesellschaftlich noch nicht vollständig verarbeitet. Darüber hinaus findet in der Arbeitswelt weltweit eine digitale Transformation in das Zeitalter der künstlichen Intelligenz statt. Außerdem haben unterschiedliche Entwicklungen der verschiedenen Stadtteile stattgefunden."
Was sind die dringendsten Projekte, die anstehen?
"Die digitale Transformation in das Zeitalter der künstlichen Intelligenz wird die Berufswelt komplett verändern. Daher müssen wir uns dafür rüsten und eine Zukunftsfähigkeit erlagen. Anstatt dies als Risiko einzustufen, müssen dies als Chance sehen in diesem Sektor ein Vorreiter zu werden. Daher möchte ich, dass Hanau eine Universitätsstadt wird mit Schwerpunkt im Bereich künstliche Intelligenz und Informationstechnologie mit einer Sonderwirtschaftszone in diesem Sektor um mit einer ermäßigten Gewerbesteuer Unternehmen und Startups anzulocken."
Was würden Sie anders machen als Claus Kaminsky?
"Von außen ist es sehr einfach sich ein Urteil zu bilden. Wenn man aber tatsächlich die Verantwortung trägt und Entscheidungen treffen muss, sieht das dann schon anders aus. Ich bewerte Herrn Kaminsky´s Leistung als gut. Wenn man bedenkt wo Hanau stand, als er die Stadt übernommen hatte und wo sie jetzt steht, kann er sicherlich mit Stolz auf seine Leistung zurückblicken. Ein Kritikpunkt wäre, dass der Stadthof maßlos überteuert übernommen wurde."
Wie blicken Sie auf die Auskreisung?
"Hanau kann nun eigenständiger über lokale Angelegenheiten entscheiden, ohne auf den Main-Kinzig-Kreis angewiesen zu sein. Das ermöglicht schnellere und passgenauere Lösungen für die Stadt. Kreisfreie Städte erhalten oft Fördermittel und Zuschüsse direkt vom Land Hessen, was die Finanzierung von Projekten wie Infrastruktur, Bildung oder Kultur erleichtern kann. Hanau auch kann gezielter Wirtschaftspolitik betreiben, um Unternehmen anzusiedeln und Arbeitsplätze zu schaffen. Weniger Abstimmungen mit dem Kreis können Bürokratie abbauen und Entscheidungsprozesse beschleunigen."
Warum sollte man Sie wählen?
"Ich bin jemand, der neue Ideen und Vision in die Stadt bringen kann. Außerdem kann ich als Bindeglied zwischen den unterschiedlichen Gruppen in Hanau als Brücke fungieren. Manchmal ist es besser, wenn ein frischer Wind in die angestaubten Strukturen kommt."
Wie würde Hanau in zehn Jahren mit Ihnen als Oberbürgermeister aussehen?
"Ich stelle mir viele junge Menschen vor, die nach Hanau kommen um zu studieren. Dies bringt Cafe´s, Restaurants und Bar´s in die Innenstadt. Darüber hinaus kommen hochgebildete Experten nach Hanau um hier zu arbeiten. Diese "Neuhanauer" in Ergänzung den "Jetzthanauern" wird die Stadt in das neue Zeitalter führen."
Geben Sie abschließend gerne einen Wahlaufruf an die Hanauer.
"Nur wer Mut hat, kann verändern. Ich habe Mut und hoffe auf Ihr Vertrauen für ein besseres und moderneres Hanau." (mp) +++
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Original auf osthessen-news.de