Dachstuhlbrand zerstört Fleischgroßhandel - Bewohner retten sich rechtzeitig
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Großer Lagerhallenbrand am Donnerstagnachmittag in Neuberg (Main-Kinzig-Kreis). - Fotos: 5Vision.News
NEUBERG Über 500.000 Euro Schaden
06.03.26 - Dichter schwarzer Rauch, Flammen und ein Großeinsatz der Feuerwehr: Am Donnerstagnachmittag ist im Neuberger Ortsteil Ravolzhausen (Main-Kinzig-Kreis) ein Dachstuhlbrand in einem Gebäude eines Fleischgroßhandels für Dönerfleisch ausgebrochen. Rund 60 Einsatzkräfte kämpften über Stunden gegen das Feuer. Verletzt wurde glücklicherweise niemand. Der Schaden jedoch ist enorm.
Der Brand war gegen 17 Uhr in einem Gebäude in der Straße "Im Unterfeld" ausgebrochen. Mehrere Anwohner bemerkten die starke Rauchentwicklung und wählten den Notruf, wie das Polizeipräsidium Südosthessen in einer offiziellen Pressemitteilung schreibt. Als die ersten Kräfte der Feuerwehr Neuberg eintrafen, schlugen bereits dichter schwarzer Rauch und Flammen aus dem Dachbereich.
Fleischgroßhandel mit angrenzendem Wohnbereich
Nach Angaben von Daniel Alt, Gemeindebrandinspektor der Feuerwehr Neuberg und Einsatzleiter vor Ort, befanden sich beim Eintreffen der Feuerwehr keine Personen mehr im Gebäude. Bei dem betroffenen Objekt handelt es sich um ein Lagerhallengebäude eines Fleischgroßhandels für Dönerfleisch mit angrenzendem Wohnbereich. Teile des Dachstuhls waren bereits stark in Mitleidenschaft gezogen.Die Einsatzkräfte konzentrierten sich zunächst auf den Löschangriff an den offenen Stellen des Dachstuhls und darauf, ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Gebäude zu verhindern. Im weiteren Verlauf wurden zusätzliche Kräfte aus Langenselbold, Erlensee und Ronneburg nachalarmiert. Insgesamt waren rund 60 Einsatzkräfte mit elf Feuerwehrfahrzeugen vor Ort. Außerdem unterstützten ein Fahrzeug des Rettungsdienstes sowie eine Streife der Polizei die Maßnahmen.
Am Abend war der Brand nach Angaben von Einsatzleiter Alt zwar grundsätzlich unter Kontrolle, allerdings hatten sich noch Glutnester im abgebrannten Bereich und in weiteren Teilen des Dachstuhls gebildet. Die Feuerwehr öffnete daher nach und nach die Dachhaut, um versteckte Brandstellen freizulegen. Unterstützt wurden die Einsatzkräfte dabei von Wärmebildkameras sowie einer Drohne, mit der das Dach aus der Luft kontrolliert wurde.
Bewohner konnten sich in Sicherheit bringen
Nach bisherigen Erkenntnissen wurde niemand verletzt. Bewohner konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Das Gebäude ist jedoch aktuell nicht mehr nutzbar. Ein Teil des Objekts gilt nach ersten Einschätzungen sogar als einsturzgefährdet. Der entstandene Gebäudeschaden wird derzeit von der Polizei auf bis zu einer halben Million Euro geschätzt. Hinzu kommt der bislang nicht bezifferbare Wert der in der Halle gelagerten Fleischwaren, die infolge des Löschschaums nicht mehr vermarktet werden können.Die genaue Brandursache ist bislang unklar. "Ersten Hinweisen, wonach ein technischer Defekt an einem Kühlaggregat eine Rolle gespielt haben könnte, gehen nun Ermittler der Kriminalpolizei bei ihren noch anstehenden Untersuchungen nach", schreibt das Polizeipräsidium Südosthessen. Die Ermittlungen dauern an. (ems/pm) +++
Original auf osthessen-news.de