Landkreis Bad Kissingen darf sich nun "Fairtrade" nennen
emely.schroen
BAD KISSINGEN Auszeichnung für nachhaltiges Engagement
06.03.26 - Die gute Nachricht kam am Abend per Mail: Nach eingehender Prüfung aller Unterlagen gibt die Fairtrade-Kommission in Köln bekannt, dass der Landkreis Bad Kissingen sich "Fairtrade-Landkreis" nennen darf. Die offizielle Auszeichnung wird zu einem späteren Zeitpunkt gefeiert.
Viele Akteure hatten intensiv zusammengearbeitet, um diesen Titel zu erhalten. "Mit der Fairtrade-Zertifizierung setzen wir ein deutliches Zeichen für soziale Verantwortung, nachhaltigen Konsum und globale Solidarität, wir zeigen, dass gerechter Handel hier bei uns beginnt – in den Rathäusern, Schulen, Geschäften, Cafés und Restaurants im Landkreis.
Ich bin stolz auf das breite Bündnis, das dieses Ziel möglich gemacht hat", erklärt Landrat Thomas Bold. Der Titel "Fairtrade Landkreis Bad Kissingen" zeigt das gemeinsame Engagement von Gastronomie, Unternehmen, Einzelhandel, Kommunalpolitik, Verwaltung, Schulen, Vereinen und Kirchen, entsprechend der strengen Fairtrade-Richtlinien zu handeln. Dazu zählt unter anderem die Verwendung von Fairtrade-Produkten in öffentlichen Einrichtungen, Bildungsarbeit, sowie ein Angebot fair gehandelter Waren im Einzelhandel und in der Gastronomie. Für den Landkreis sei Fairtrade kein Modewort, sondern eine Haltung, betont die Leiterin der Steuerungsgruppe, Brigitte Meyerdierks. "Wir zeigen damit, dass unser Landkreis global denkt und lokal handelt.
Wer zuhause oder in den teilnehmenden Gastronomiebetrieben Fairtrade-Produkte wie Kaffee oder - Tee trinkt, trägt dazu bei, dass Kinder in den Anbauländern zur Schule gehen können und die Anbaufamilien faire Preise erhalten. Ich finde, das ist ein ziemlich guter Deal", so Meyerdierks. Wer nach Fairtrade ausgezeichneten Produkten sucht, hat es relativ leicht. Fast alles ist heutzutage auch mit einem Fairtrade-Siegel erhältlich. Die Zertifizierung sei kein Endpunkt, sondern ein Anfang, erklärt Bold. Ziel sei, das Thema Fairtrade im Alltag der Menschen zu verankern – sei es beim Einkauf im Supermarkt, beim Kaffee im Büro oder bei Veranstaltungen im Landkreis. "FairtradeProdukte sollten selbstverständlich werden, so können wir gemeinsam einen Beitrag zu mehr Gerechtigkeit in der Welt leisten", erklärt Meyerdierks.
Fairtrade bedeutet, dass Produzentinnen und Produzenten in Ländern des Globalen Südens faire Preise für ihre Produkte erhalten, bessere Arbeitsbedingungen – darunter das Verbot von Kinderarbeit - genießen und langfristige Handelsbeziehungen aufbauen können. Mehr als 800 Kommunen in Deutschland tragen inzwischen den Titel "Fairtrade-Town" oder "Fairtrade-Landkreis". Bildunterzeile: Sie freuen sich über die Fairtrade-Zertifizierung: Auf dem Foto (von links) die Leiterin der Fairtrade Steuerungsgruppe Brigitte Meyerdierks, Landrat Thomas Bold und die Ansprechpartnerin der Kommune, Anja Vorndran. (ems/pm) +++
Original auf osthessen-news.de