Förderverein Point Alpha zog im US Camp eine positive Jahresbilanz 2025
emely.schroen
Der erweiterte Vorstand des Fördervereins Point Alpha mit Gästen (von links): Jürgen Hahn (Bürgermeister Rasdorf), Christina Weller, Berthold Jost, Diana Henning, Raymond Walk, Heiko Rothmann, Stefan Sachs, Manuela Henkel (Bürgermeisterin Geisa), Simone Kleinstück, Benedikt Stock (Point Alpha Stiftung) und Carina Rothmann. - Fotos:
RASDORF (RHÖN) Einsatz, Erlebnisse, Ereignisse und Ehrung
06.03.26 - Von der Auszeichnung mit dem Deutschen Denkmalschutzpreis über das Engagement für die Gedenkstätte Point Alpha bis zum neuen Mitglieder-Rekord: Der Förderverein Point Alpha zog bei seiner Jahreshauptversammlung eine durchweg makellose Bilanz für 2025. "Gemeinsame Erlebnisse, tolle Ereignisse und besondere Ehrungen - da bereitet der Blick in den Rückspiegel richtig Freude", frohlockte der erste Vorsitzende Raymond Walk bei der Sitzung im US Camp auf dem Rasdorfer Hummelsberg. In vollendeter Harmonie endete auch die Neuwahl des Vorstandes: alle Amtsträger wurden in ihren Positionen bestätigt.
Das Vereinsleben war von vielfältigen Aktivitäten geprägt: Zu den Höhepunkten zählt zweifelsfrei die Auszeichnung mit dem Deutschen Denkmalschutzpreis in Berlin. Für den ehrenamtlichen Einsatz um die Erhaltung der Gedenkstätte Point Alpha als Erinnerungs- und Lernort wurde einer Point-Alpha-Delegation in der Hauptstadt die "Silberne Halbkugel" übergeben. Wegmarken im Jahresverlauf waren zudem die Vereinswanderung zum Wassermannshof in Reinhards, ehemals der westlichste Ort des Warschauer Pakts sowie ein Kaminabend mit Karl Sauerbier, der aus seinem Buch "Die Entstehung der DDR und meine Kontakte" las. Weitere Termine waren der Gedenkgottesdienst für Papst Johannes Paul II. in Geisa sowie eine Baumpflanzaktion am authentischen Geschichtsort.
"Mit 23.000 Euro hat der Förderverein im Jahr 2025 die Arbeit der Stiftung unterstützt", erläuterte Schatzmeister Heiko Rothmann. Die größten Posten dabei waren 9.000 Euro für einen Rasenmähertraktor, 6.000 Euro für die Wanderausstellung "Im Objektiv der Staatsmacht. Fußballfans im Blick von Stasi und Volkspolizei", 5.000 Euro für Medientechnik sowie 3.000 Euro für die Pflanzung von Kiefersetzlingen im US Camp. Zurückgreifen konnte der Verein auch auf Fördermittel der Thüringer Staatskanzlei, auf Spenden der VR-Bank NordRhön und der Wartburg-Sparkasse sowie von Unternehmen und Privatpersonen.
Auch die Jugendarbeit ist ein wichtiges Anliegen, daher gab es Zuschüsse für einen Schülertreff und die Ferienfreizeit der Caritas. Alle geplanten Projekte konnten verwirklicht werden. Neue Idee, wie die Restauration des Fuhrparks oder internationale Jugendaustausche mit Kroatien, Frankreich und Tschechien liegen für 2026 bereits auf dem Tisch. Unterm Strich ist die Finanzsituation stabil, die Kassenführung uneingeschränkt einwandfrei. Raymond Walk dankte den Mitgliedern, dass der Verein so finanzstark sei und somit die Point Alpha Stiftung in genannter Weise unterstützen könne. Insgesamt sieben Mal habe das Leitungsgremium im Jahr 2025 getagt, in diesem Jahr bereits zweimal.
Mit 50 Gästen war das "Black Horse Inn" bis auf den letzten Platz besetzt, darunter Manuela Henkel und Jürgen Hahn, die Bürgermeister der Point-Alpha-Kommunen Geisa und Rasdorf. sowie das Ehrenmitglied Berthold Dücker. Erneut einen Rekordwert gab es bei der Zahl der Mitglieder zu vermelden: 291 Personen sind beim Förderverein gelistet und die Schallmauer von 300 ist in greifbarer Reichweite. Glückwünsche, Ehrennadel und Urkunden für 25-jährige Mitgliedschaft gab es für Bernhard Hergert, Ulrike Leimbach und Hubert Kritsch, alle stammen aus der Point-Alpha-Stadt Geisa und sind in 2001 dem damaligen Trägerverein beigetreten.
"Wir alle sind Point Alpha und wir möchten weiter in der Erfolgsspur bleiben" spornte der erste Vorsitzende Raymond Walk an bei den Anstrengungen für Aktivitäten und der Mitgliederwerbung nicht nachzulassen. Der Blick nach vorne ist vielversprechend: Im Vereinskalender bereits notiert sind unter anderem ein Vortrag von Dr. Häfner zur "Hilfe der Amerikaner bei der Wiedervereinigung", die hr-"KulturVerführung", eine Vereinsfahrt nach Magdeburg und Marienborn, wo auch die Gedenkstätte "Deutsche Teilung Marienborn" besucht wird.
Nach der Entlastung des Vorstandes folgten unter Leitung von Manuela Henkel die Neuwahlen. Die Mitglieder bestätigten die amtierende Führungsriege ohne Gegenstimme turnusgemäß für die nächsten beiden Jahre: Raymond Walk als Vorsitzenden, die drei Stellvertreter Berthold Jost, Stefan Sachs und Guido Wächtersbach, Schatzmeister Heiko Rothmann und Schriftführerin Diana Henning. Zum erweiterten Vorstand gehören Daniela Tischendorf (Jugendarbeit) und Carina Rothmann (Vereinsleben). Als Kassenprüfer fungieren künftig Christine Weller aus Rasdorf und Simone Kleinstück aus Borsch. Sie lösen Wendelin Priller und Matthias Kehr ab, die für ihren langjährigen Dienst ein Präsent erhielten. Ebenfalls ohne Einwände genehmigten die Anwesenden die Neufassung der Satzung. Anpassungen waren hier hinsichtlich der Steuer- und Abgabenordnung notwendig geworden.
Den fruchtbaren Austausch zwischen Verein und Stiftung lobte Benedikt Stock in seinem Gastbeitrag. Der Geschäftsführende Vorstand der Point Alpha Stiftung dankte den Vereinsmitstreitern zugleich für Engagement und Treue. Zusammenfassend ließ er noch einmal die großen Veranstaltungen in der Gedenkstätte Revue passieren - das 30-jährige Jubiläum von Point Alpha, die Last Border Patrol, das Sommerkino oder das erfolgreiche Theaterprojekt "Geschleifte Höfe" – und gab noch einmal einen Einblick auf abgeschlossene Renovierungsmaßnahmen. Stock machte dann auf das neue Jahresprogramm aufmerksam und lud die Mitglieder des Fördervereins herzlich dazu ein, regen Gebrauch von den Angeboten zu machen. (ems/pm) +++
Original auf osthessen-news.de