Betrüger geben sich als Spendensammler aus - Polizei warnt nach Diebstahl

julia.schuchardt

Am Donnerstagmittag sind betrügerische "Spendensammler" an einem Supermarkt in Bad Brückenau aufgetreten. - Symbolfoto: O|N/ Henrik Schmitt

BAD BRÜCKENAU Masche mit falschen Spendenlisten

07.03.26 - Am Donnerstagmittag sind betrügerische "Spendensammler" an einem Supermarkt in Bad Brückenau (Landkreis Main-Spessart) aufgetreten. Die Personen hatten vorgegeben, Spenden für Taubstumme zu sammeln. In einem Fall wurde ein Mann auch bestohlen. Die Bad Brückenauer Polizei ermittelt und warnt dabei vor der Masche.

Am Mittag sind die Betrüger mit Klemmbrettern und falschen Spendenlisten gegen 14:30 Uhr auf einen Mann zugegangen, der in der Kissinger Straße in der dortigen Aldi-Süd-Filiale einkaufen war. Ein Täter bat um eine Spende für Taubstumme. Der hilfsbereite 78-jährige Deutsche zuckte seinen Geldbeutel und einer der beiden Täter griff zu. Die beiden Unbekannten entkamen mit Bargeld in Höhe von rund 200 Euro.

Im Zuge der laufenden Ermittlungen sucht die Polizei nach möglichen weiteren Geschädigten, die Personen aufgrund der gleichen Vorgehensweise im guten Glauben Geld übergeben haben. Die Täter werden folgendermaßen beschrieben:

  • Circa 20 bis 30 Jahre alt
  • Schlank
  • Ordentliches Erscheinungsbild
Wer als Geschädigter der falschen Spendensammler infrage kommt oder sonst Sachdienliches mitteilen kann, wird dringend gebeten, sich unter Tel. 09741/606-0 mit der Polizeiinspektion Bad Brückenau in Verbindung zu setzen.

Tipps gegen Spendenbetrug:

  • Beim Spenden gilt auch, was in vielen Lebensbereichen richtig ist: Übergeben Sie Geld nie an unbekannte Personen. Setzen Sie beim Spenden auf Einrichtungen und Projekte, die Sie persönlich kennen. Informieren Sie sich im Zweifel in Ruhe und mit Bedacht über die Organisation, die Sie unterstützen möchten.
  • Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen - weder beim Spenden noch in anderen Situationen. Sie müssen forsches oder gar bedrohliches Verhalten, z.B. durch Spendensammler, nicht tolerieren. Informieren Sie bei aggressivem Vorgehen die Polizei unter der Notrufnummer 110.
  • Besonders emotionale Appelle und angstmachende Botschaften seitens der Spendeneintreiber sollten jeden misstrauisch machen. Solches Verhalten ist typisch für unseriöse Organisationen. (js/pm)+++


Original auf osthessen-news.de