Digitalisierungsbericht zeigt: Gemeinde Flieden sehr gut aufgestellt
„Wir brauchen uns in Sachen Digitalisierung nicht verstecken“, sagte Bürgermeister Christopher Gärtner. Viele digitale Angebote für Bürgerinnen und Bürger seien bereits etabliert, weitere Projekte stünden kurz vor der Umsetzung.
Der anschließende Vortrag von Jascha Botzet, Mitarbeiter der Stabstelle IT und Digitalisierung der Gemeindeverwaltung Flieden, blickte auch auf die Fortschritte der vergangenen Jahre zurück. Besonders die Zusammenarbeit mit den Nachbarkommunen Kalbach und Neuhof und die mit ihnen gegründete IKZ, habe wichtige Impulse gesetzt und die Entwicklung beschleunigt. Durch gemeinsame Projekte und abgestimmte Prozesse konnten digitale Lösungen schneller umgesetzt und Erfahrungen effizient geteilt werden. Die Zusammenführung der IT-Abteilungen der drei Gemeinden an einen Standort trägt dazu ebenfalls positiv bei.
Auch das Förderprogramm Starke Heimat Digitalisierung ermöglichte den digitalen Fortschritt und trug in hohem Maße dazu bei, dass die Gemeinde Flieden Verwaltungsprozesse kontinuierlich weiter digitalisieren konnte. Ebenso durch das vom Landkreis Fulda initiierte Projekt Digitales Bauamt. So wurde das Bauamt fast vollständig digitalisiert – der Abschluss steht kurz bevor. Knapp 4.500 Akten wurden mithilfe eines externen Scandienstleisters rechtskonform eingelesen.
Ein weiteres wichtiges Projekt ist die Machbarkeitsstudie zum digitalen Wassernetz, welche in diesem Jahr starten soll. Zudem plant die Gemeinde die Einführung einer digitalen Bauplatzvergabe. Damit sollen Prozesse künftig noch transparenter und effizienter gestaltet werden. Gleichzeitig wurde betont, dass Digitalisierung stets sorgfältig abgewogen werden müsse. „Wir wollen immer digitaler werden“, erklärte Jascha Botzet. „Aber wir müssen auch genau prüfen: Was macht wirklich Sinn – und was nicht.“ So soll die digitale Infrastruktur der Gemeinde Flieden vor allem mit Verantwortung und Weitblick vorangebracht werden.
Verantwortung haben auch alle Mandatsträger der Gemeinde in den letzten Jahren übernommen – und sich in der Kommunalpolitik im Königreich engagiert eingebracht. Dafür bedankte sich Bürgermeister Christopher Gärtner zum Abschluss der Sitzung – denn für manche war es die vorerst letzte Sitzung vor der Kommunalwahl. „Demokratie lebt vom Mitmachen. Kommunalpolitik lebt vom Einsatz der Menschen vor Ort. Ich danke euch allen herzlich für das ehrenamtliches Engagement, für das Mitdiskutieren, Mitentscheiden und auch dafür, Verantwortung zu übernehmen und zu kandidieren“, betonte er.
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