Endspurt auf der Milseburghütte: Wiedereröffnung steht bevor
In rund sechs Wochen soll die Hütte in neuem Glanz erstrahlen. Laut Röder müssen bis zur Schlüsselübergabe noch drei essenzielle Bereiche fertiggestellt werden: das Technikgebäude am Fuße der Milseburg, ein Schacht zur Zusammenführung der Wasserleitungen und anderer Stränge sowie die gesamte Haustechnik inklusive der Küche und des traditionellen Keltenraums. Auch der Vorplatz wird noch hergerichtet, um einen sicheren Zugang zur Hütte gewährleisten zu können. Trotz des straffen Zeitplans überwiegt bei Röder die Erleichterung: „Die Vorfreude ist groß. Endlich können wir unserer Bevölkerung und den Touristen diese schöne Hütte zurückgeben.“
Heike Golbach, die die Hütte gemeinsam mit ihrer Familie übernehmen wird, ist zuversichtlich: „Wenn nichts mehr dazwischenkommt, sollte die Zeit reichen.“ Einzig das Wetter auf über 800 Metern Höhe bleibe bei den Bauarbeiten ein Unsicherheitsfaktor. Für die aus Hofbieber stammende Familie ist die Übernahme eine Herzensangelegenheit: „Wir können jeden Tag von zu Hause aus auf die Milseburg schauen, das ist einfach toll“, so Golbach. Den ursprünglichen Traum hatte ihr Mann, doch sie war sofort begeistert: „Als wir die Zusage erhielten, haben wir uns riesig gefreut.“
Das kulinarische Konzept bleibt bodenständig. Für das Paar, das selbst leidenschaftlich wandert, war klar, dass sie am bewährten Angebot wenig ändern werden. „Die wirklich schöne Küche ist für riesige Menüs gar nicht ausgelegt – zudem wollen die meisten Wanderer ohnehin keine großen Speisen“, erklärt die Pächterin. Stattdessen setzt Familie Golbach auf ehrliche Hüttengastronomie mit regionalen Kleinigkeiten.
Original auf www.osthessen-zeitung.de