FDP leitet Wahlkampf-Endspurt ein: Bundesvorsitzender Dürr zu Gast

Die lokale FDP-Spitze war fast vollzählig angetreten, um den prominenten Gast zu empfangen: Kreisvorsitzender Mario Klotzsche, Stadtverbandsvorsitzende Ramona Sachtleber und Spitzenkandidaten wie Jürgen Plappert nutzten die Gelegenheit für finale Wahlwerbung. „Wir haben bei unserem Neujahrsempfang erfahren, dass Herr Dürr heute in der Stadt ist. Das lief dann alles sehr kurzfristig ab“, erklärte Plappert, der auf Listenplatz drei für den Landkreis kandidiert. Er freute sich über das Timing: „Eine Woche vor der Wahl hätte der Besuch nicht besser sein können.“

Signierte Plakate zum Versteigern

Plappert machte zudem aus der Not eine Tugend: Nachdem mehrere seiner Wahlplakate entwendet oder beschädigt worden waren, tauchten einige Exemplare wieder auf, teilweise sogar im Wald abgelegt. Kurzerhand ließ er drei davon von Christian Dürr signieren. „Die werden nun versteigert“, so der Künzeller Kandidat.

Dürr selbst, der derzeit einen straffen Terminkalender absolviert, sah Fulda als wichtigen Stopp. „Ich bin gerade viel in Hessen und Bayern wegen der Kommunalwahlen unterwegs, sowie in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz im Landtagswahlkampf“, so der Parteichef. Er lobte die „großartigen Kandidaten“ vor Ort und betonte die Bedeutung der Kommunalpolitik, in der oft die konkretesten Entscheidungen fielen.

„Antwort auf den Stillstand“

Als Kernproblem der aktuellen Politik identifizierte Dürr eine mangelnde Kommunikation mit den Bürgern. „Ich mache das in den letzten Wochen und Monaten sehr häufig und es macht nicht nur viel Freude, sondern bringt auch zahlreiche Erkenntnisse mit sich.“ In seinen Gesprächen der vergangenen Wochen habe er eine deutliche Wechselstimmung wahrgenommen: „Die Menschen haben den Stillstand in Deutschland satt.“ Die FDP wolle darauf mit Reformen antworten. „Wir brauchen keine Stillstands-Parteien und keine Extremisten“, gab er sich kämpferisch. Abschließend gab es noch ein Kompliment für Fulda: Der „gelbe Bahnhof“ gefalle ihm optisch ausgesprochen gut – natürlich wurde dieser unter anderem auch als Hintergrund für die Fotos genutzt.

Original auf www.osthessen-zeitung.de