„Junge Stimmen – große Träume“: Konzert mit Gästen aus Spanien

Im Zentrum steht der Kinderchor „Young Voices“ des Centro Integrado de Música (CIM) Padre Antonio Soler aus Spanien unter der Leitung von Constanza Rincón. Das Musikgymnasium aus der Stadt San Lorenzo de El Escorial in der Nähe von Madrid steht exemplarisch für eine qualitätsorientierte, breit angelegte musikalische Ausbildung. Neben instrumentaler Schulung legt die Einrichtung besonderen Wert auf Ensemblearbeit, stilistische Vielfalt und frühzeitige Bühnenerfahrung. Musik wird dort nicht nur als Unterrichtsfach verstanden, sondern als prägender Bestandteil der Persönlichkeitsentwicklung. Gerade diese pädagogische Ausrichtung verbindet das spanische Institut mit der Musikschule der Stadt Fulda. Auch hier bildet die Breitenförderung und das gemeinsame Musizieren den Kern der Ausbildung.

Gemeinsam mit den Ensembles der Musikschule der Stadt Fulda, wie dem Harfenensemble (Leitung: Mónica Rincón), dem Jungen Kammerorchester der Musikschule Fulda (Leitung: Karolina Birkstedt) sowie dem Jugendsinfonieorchester Fulda (Leitung: Martin Klüh), entsteht ein facettenreiches Programm, das musikalische Epochen und Kulturen miteinander verknüpft.

Die Wahl Fuldas als diesjähriger Partner ist daher kein Zufall. Beide Einrichtungen verfolgen vergleichbare Bildungskonzepte: kontinuierliche Nachwuchsförderung, strukturierte Ensemblearbeit, internationale Offenheit und ein klares Bekenntnis zur kulturellen Bildung als gesellschaftlicher Aufgabe. Die Kooperation ist Ausdruck eines gemeinsamen Verständnisses von Musikpädagogik – leistungsorientiert, aber zugleich integrativ und verbindend. Zudem ist die Chorleiterin Constanza Rincón die Schwester der Fuldaer Harfenlehrerin Mónica Rincón.

Für Constanza Rincón ist das Projekt weit mehr als eine musikalische Begegnung: „Wenn junge Musikerinnen und Musiker aus unterschiedlichen Ländern gemeinsam auf der Bühne stehen, entsteht mehr als ein Konzert. Es entsteht Vertrauen. Musik wird zur gemeinsamen Sprache – unabhängig von Herkunft oder Muttersprache. ‚Junge Stimmen, große Träume‘ ist für uns ein lebendiges Zeichen dafür, wie kultureller Austausch Zukunft gestaltet.“ Auch Natalya Oldenburg, Leiterin der Musikschule der Stadt Fulda, sieht in der Partnerschaft ein starkes Signal: „Diese Zusammenarbeit zeigt, was musikalische Bildungsarbeit leisten kann: Sie verbindet Talente, stärkt Persönlichkeit und schafft internationale Perspektiven. Dass unsere Ensembles gemeinsam mit dem spanischen Kinderchor musizieren, ist nicht nur künstlerisch wertvoll, sondern auch ein starkes Signal für Offenheit und europäische Zusammenarbeit.“

Original auf www.osthessen-zeitung.de