Schulgebäude stets im Blick: Stadt investiert 75 Millionen seit 2020
„Hier sind die Herausforderungen groß, aber wir wissen auch, welch hohe Bedeutung eine gute Lernumgebung für die Schülerinnen und Schüler hat. In den vergangenen Jahren haben wir dafür erhebliche Mittel in die Hand genommen und werden dies auch weiterhin tun, soweit es die Haushaltslage zulässt“, erklärt Bürgermeister und Schuldezernent Dag Wehner. Allein seit 2020 hat die Stadt Fulda rund 75 Millionen Euro in die Schulgebäude der Stadt investiert.
Ein Schwerpunkt: „Ganztag an Grundschulen“
Ab Sommer 2026 hat jedes neu eingeschulte Kind einen Anspruch auf einen Ganztagsplatz. Bis 2029 gilt dieser Anspruch dann für alle Kinder in den Klassen eins bis vier. In Fulda werden pro Jahr circa 600 Kinder neu eingeschult, aktuell besuchen 2582 Kinder die Klassen eins bis vier in städtischen Schulen. „Bereits 2019 haben wir intensiv damit begonnen, die für die Erfüllung des Rechtsanspruchs notwendigen Maßnahmen umzusetzen“, erklärt die Leiterin des zuständigen Schul- und Sportamtes, Petra Korger-Vieres. Insgesamt rund 25 Millionen Euro habe die Stadt seitdem investiert, um in den Grundschulen und Schulen mit Grundstufe die notwendigen Räume wie Mensen, Aufenthalts- und Erholungsräume zu schaffen. „Wir können den Familien in Fulda auf jeden Fall zusagen, dass wir den gesetzlichen Anspruch, den sie ab Sommer haben, erfüllen werden“, erläutert Korger-Vieres.
Dabei ist die Bandbreite der Projekte groß: Eines der kleineren Projekte für den Ganztag war zum Beispiel der Bau der Mensa an der Landgräfin-Anna-Schule in Bronnzell mit Kosten von rund 490.000 Euro. Zu den größten Maßnahmen gehört die aktuell im Bau befindliche Erweiterung der Sturmiusschule im Fuldaer Südend. Hier werden umfassend die Themen Ganztag, Barrierefreiheit, Sanierung/Modernisierung des Bestands, Neubau und Neugestaltung der Außenanlage angefasst – und das Ganze in Kombination mit der Erweiterung der Kita „Miteinander“ am selben Standort. Insgesamt nimmt die Stadt hier einen zweistelligen Millionenbetrag in die Hand. „Wir bemühen uns natürlich immer, anstehende Bauaufgaben zusammenzufassen, um die Belastung für die Schulen so gering wie möglich zu halten, nicht zuletzt auch aus Gründen der Kosteneffizienz“, erklärt Christian Heil vom technischen Gebäudemanagement der Stadt Fulda, der die Bauvorhaben an den Schulen koordiniert.
Neubau und Investitionen
Sicherlich eines der größten Bauprojekte im Bereich der Schulen der vergangenen zehn Jahre war die Sanierung der Werkstatträume und der Bau des hochmodernen Automatisierungszentrums an der Ferdinand-Braun-Schule – Kosten: rund 17 Millionen Euro. Hier sind an einem Standort die technischen Schulen der Stadt Fulda untergebracht.
Auch Sportanlagen und Außengelände tragen zu einem guten Lernumfeld bei. So wurden im vergangenen Sommer die umfassende Sanierung und Neustrukturierung des Außengeländes und der Sportanlagen der Heinrich-von-Bibra-Schule für insgesamt rund drei Millionen Euro abgeschlossen. Aktuell in der Umsetzung ist die die Erweiterung der Cuno-Raabe-Schule am neuen Standort. Hier wird ein Neubau in Verbindung mit der Integration des ehemaligen Kirchengebäudes am Gallasiniring errichtet. Die aktuellen Planungen sehen eine Gesamtsumme von circa 30 Millionen Euro vor, die Fertigstellung soll 2027 erfolgen.
Sanierung und Ertüchtigung
Energetische Sanierungen sind in praktisch allen Gebäuden, soweit sie nicht neu gebaut wurden, notwendig. Dazu gehört beispielsweise der Einbau einer modernen Heizungs- und/oder Lüftungsanlage, Isolierungsmaßnahmen oder die Installation einer Photovoltaikanlage. Sie werden nach Möglichkeit im Zusammenhang mit anderen Maßnahmen vorgenommen. Beispiele dafür sind der Verwaltungstrakt der Propst-Conrad-von-Mengersen-Schule oder die Turnhallen der Heinrich-von-Bibra-Schule.
Die Barrierefreiheit ist ein weiteres Thema: mehrere Schulen – wie die Bonifatiusschule Fulda, die Rabanus-Maurus-Schule oder die Bibra-Schule – haben in den vergangenen Jahren einen Aufzug erhalten, und weitere Maßnahmen stehen an.
„Wir können durchaus stolz darauf sein, was wir in den vergangenen Jahren für unsere Schulen erreicht haben. Dennoch gilt: Die Erhaltung und stetige Weiterentwicklung unserer Schulen bleibt eine Daueraufgabe für uns als Stadt. Denn indem wir in unsere Schulen und ihre Ausstattung investieren, investieren wir auch in die Menschen – in die Lehrkräfte, in die Kinder und in zeitgemäße, nachhaltige Bildung“, betont Bürgermeister Wehner.
Original auf www.osthessen-zeitung.de