Weite Himmel und nordische Küsten: Ausstellung von Nübling eröffnet

Zur Eröffnung begrüßte Christine Schwarz, Direktorin des Arbeitsgerichts und Vorsitzende des Vereins Kunst und Justiz, die Gäste. Sie stellte die Künstlerin vor, die vielen Kunstinteressierten bereits bekannt ist. Nübling, die seit 1983 in Bad Hersfeld lebt, stellt ihre Werke bereits zum wiederholten Mal in der Ausstellung des Vereins aus.

Geboren 1957 im badischen Grenzach-Wyhlen, studierte Nübling Grafik-Design mit Schwerpunkt Malerei und Zeichnung an der Fachhochschule für Gestaltung in Pforzheim. Seit 1986 arbeitet sie als freischaffende Malerin und Zeichnerin und hat seither zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland realisiert – unter anderem in Deutschland, der Schweiz, Frankreich sowie in Finnland und Schweden.

Die Ausstellung „Land & Küste“ zeigt vor allem Landschaftsbilder, die von Reisen in den Norden geprägt sind. Besonders die Küstenlandschaften Dänemarks haben die Künstlerin inspiriert. Auf der kleinen Insel Femø, wo sie ein Atelier besitzt, arbeitet sie regelmäßig über längere Zeiträume hinweg.

„Landschaft und Natur sind meine Hauptthemen“, erklärt Nübling. „Ich bin viel an der Küste unterwegs. Das Meer und der Himmel verändern sich ständig – Licht, Farben und Tiefe sind immer wieder anders. Das finde ich besonders spannend.“

In ihren Bildern fängt die Künstlerin vor allem Stimmungen ein: weite Himmel über dem Meer, ruhige Wasserflächen, aber auch dramatische Wolkenformationen und wechselnde Lichtverhältnisse. Viele Werke zeigen die kühle Farbwelt des Nordens mit transparenten Blau- und Grautönen, die den Landschaften eine besondere Weite verleihen.

Neben den großformatigen Landschaftsbildern sind auch experimentelle Drucke zu sehen. Diese entstehen zunächst als Monotypien aus Tusche, deren zufällige Strukturen die Künstlerin anschließend mit feinen Zeichnungen weiterentwickelt. „Das ist ein Spiel mit dem Zufall“, sagt Nübling. „Aus den Formen, die entstehen, entwickle ich dann Motive.“

Für sie beginne ein Bild oft nur mit einer ungefähren Vorstellung. „Ich gehe hinaus in die Natur und beobachte – bei Wind und Wetter. Im Atelier entwickelt sich das Bild dann Schritt für Schritt weiter. Manchmal dauert es ein paar Tage, manchmal Wochen oder Monate.“

Die Werke der Ausstellung zeigen nicht nur Küstenlandschaften, sondern auch Motive aus anderen Regionen wie dem Donautal. Allen gemeinsam ist die Suche nach Atmosphäre und Stimmung. „Mir ist wichtig, dass die Bilder eine lebendige und ausdrucksstarke Malerei haben“, sagt die Künstlerin.

Auch für den Ausstellungsort haben die Bilder eine besondere Wirkung. Kunst bringe eine andere Atmosphäre in das Gerichtsgebäude, sagte Christine Schwarz bei der Vernissage. Die Werke würden Ruhe und Ausgleich in die Räume bringen – ein wohltuender Kontrast zum oft arbeitsreichen Alltag eines Gerichts.

Die Ausstellung „Land & Küste“ ist bis zum 3. September 2026 im Arbeits- und Sozialgericht Fulda, Am Hopfengarten 3, zu sehen. Besucher können die Werke während der Öffnungszeiten des Gerichts von Montag bis Donnerstag von 8 bis 16 Uhr sowie freitags von 8 bis 14 Uhr besichtigen.

Original auf www.osthessen-zeitung.de